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Elektro-Tour bis nach Hämelschenburg

Durchstarten mit dem Jetflyer: Eine Testfahrt durchs Weserbergland

HAMELN. Seit diesem Jahr kann man mit dem Jetflyer, einem zweisitzigen Elektrofahrzeug, durchs Weserbergland fahren - vorausgesetzt man besitzt einen Rollerführerschein und trägt einen Helm. Veranstalter der „Erlebnis-Touren“ sind die Hameln Marketing und Tourismus GmbH in enger Kooperation mit Frank Korfsmeier aus Bad Oeynhausen. Wir haben eine Testfahrt gemacht.

veröffentlicht am 24.05.2018 um 18:20 Uhr
aktualisiert am 25.05.2018 um 09:21 Uhr

Rasant unterwegs auf der Strecke zwischen Finkenborn und Klütturm. Dort kann mal ordentlich Gas gegeben werden. Foto: Wal

Autor:

sophie aigelsreiter
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Auf den ersten Blick mutet es an, wie ein überdimensionales Bobby-Car. Mit seinen vier Reifen, dem leisen Motor und teils knallroten Farbe hebt sich das Elektrofahrzeug vor den grünen Wäldern und Wiesen deutlich ab. Und das soll auch das Haupteinsatzgebiet sein: Auf naturnahen, asphaltierten Wegen soll den Fahrern eine ruhige Freizeitmöglichkeit geboten werden.

Veranstalter der „Erlebnis-Touren“ sind die Hameln Marketing und Tourismus GmbH in enger Kooperation mit Frank Korfsmeier aus Bad Oeynhausen. Der selbst ernannte Outdoor-Spezialist startete mit den „Jetflyern“ vor über einem Jahr ein weiteres Konzept für umweltschonende Freizeitmöglichkeiten. Prinzipiell ist jeder für eine Fahrt mit dem Jetflyer geeignet, lediglich ein Rollerführerschein ist nötig und es besteht Helmpflicht. Ganze 50 km/h können mit dem surrenden Gefährt erreicht werden, wenn man den Berg runter saust. Das stellten wir beim Selbstversuch fest. Doch Vorsicht: Der Fahrtwind würde einem so das eine oder andere Insekt ins Gesicht blasen, hätte der Experte mit seinen Schutzvisieren an den Helmen nicht vorgesorgt.

Wer nun denkt, das die „Jetflyer“ fortan die Wanderwege unsicher machen, dem sei die Sorge genommen. „Konflikte mit dem Naturschutz wollen wir definitv vermeiden.“, unterstreicht Frank Lücke von der HMT. Gefahren würde zwar abseits der Hauptstraßen, aber ausschließlich über Wege, die für Kraftfahrzeuge zugelassen seien. Voll aufgeladen wird das beinahe kompakte Fahrzeug vom Veranstalter an den Startpunkt der Touren gebracht. Ein kurzer Sicherheitscheck, dann geht es auch schon rauf auf den „Jetflyer“. Eingewöhnungszeit ist mit dem Gefährt fehl am Platz, denn man muss kaum ein paar Runden drehen, um den Bogen rauszuhaben. Wie der Selbstversuch zeigte, kommen auch kleinere Menschen mit dem Gefährt zurecht.

Auf den Jetflyern haben locker zwei Personen Platz. Foto: Wal

So schnell, wie der Elektromotor an Geschwindigkeit aufnimmt, kann er aber auch abbremsen, sodass Auffahrunfälle nicht vorkommen. Tatsächlich ist die Beschleunigung der unscheinbaren Fahrzeuge rasant. Das Fahrgefühl ist dabei kaum mit dem eines Fahrrads zu vergleichen. Ein gewisses Geschwindigkeitsgefühl entsteht erst nach einigen Probefahrten. Problematisch verhält es sich allerdings mit dem Wendekreis. Der ist nämlich keineswegs mit dem eines Motorrads zu vergleichen. Beinahe plump kommt man sich vor, wenn man langsam um die Ecke kriecht. Frank Korfsmeier kommt dem Kritikpunkt mit geraden Strecken ohne viele Kurven entgegen.

Bei der Frage der Buchung ist der Preis zu beachten: Korfsmeier betont selbst, es sei mehr etwas für die Touristen „mit lockeren Taschen“, denn in die muss man ordentlich greifen. Stolze 100 Euro verlangt er für die Fahrt mit seinem „Jetflyer“ in einer der angebotenen „Erlebnistouren“.

So viel steht am Ende der Testfahrt fest: Zwar ist es ein teurer Spaß, aber auch eine ganz neue Möglichkeit das Weserbergland zu entdecken.



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