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Stadt Bad Nenndorf wartet auf 1,6 Millionen Euro aus Hameln

Druckerei auf der Kippe?

HAMELN/BAD NENNDORF. Die Dewezet meldete es vor gut einem Jahr: Die Firmengruppe des auch in Hameln aktiven Unternehmers Majid Sedai, bei dessen Firma Sedai-Druck in Klein Berkel 200 Mitarbeiter beschäftigt sind, investiere nach eigenen Angaben „einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ in einen neuen Druck-Standort in Bad Nenndorf. Dort solle ab dem Jahr 2020 produziert werden, hieß es im November 2016. Der Baubeginn war damals für 2018 avisiert worden. Doch das scheint derzeit fraglich.

veröffentlicht am 18.12.2017 um 19:16 Uhr

Unternehmer Majid Sedai (re.) und Geschäftsführer Ingo Hartmann planen eine Großinvestition in Bad Nenndorf. Bezahlt ist das Gelände bisher jedoch nicht. Foto: fn/Archiv

Autor:

Guido Scholl und Frank Henke
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Wie Bad Nenndorfs Stadtdirektor Mike Schmidt erklärte, hat das Unternehmen bisher noch nicht einmal das Geld für das Grundstück an die Stadt überwiesen. Mehrfach wurden Termine verschoben. Schmidt selbst ist mittlerweile unsicher, ob die Ansiedlung noch realisiert wird. Das Unternehmen habe ihm gegenüber aber versichert, weiterhin großes Interesse an der Umsetzung der Pläne zu haben. Auch habe stets Kontakt zu Sedai bestanden, und jeder Aufschub der Zahlungsfrist wurde von Unternehmenssprechern begründet. Offensichtlich hat es Sedai bislang nicht geschafft, das nötige Geld aufzutreiben. An der Gehrenbreite in Bad Nenndorf will Sedai auf 70 000 Quadratmetern ein hochmodernes Druckzentrum errichten. Dadurch würden 200 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Verträge zwischen Unternehmen und Stadt sind längst unterzeichnet. Erfolgt der Zahlungseingang der 1,6 Millionen Euro jedoch nicht, kann die Stadt von diesem Deal zurücktreten und die Flächen anderweitig vermarkten. Da der Kontakt aber fortbestand, gewährte Schmidt mehrfach Aufschub. Auf Anfragen von Dewezet und Schaumburger Nachrichten zum Stand des Verfahrens reagierte Sedai-Druck nicht. Interessenten an den Parzellen in Bad Nenndorf gibt es indes viele. Dies war bereits mehrfach öffentlich berichtet worden.

Befürchtungen, dass ein Neubau in Bad Nenndorf sich negativ auf den Hamelner Standort auswirken könnte, war Sedai-Geschäftsführer Ingo Hartmann hingegen im vergangenen Jahr entgegengetreten: „In Hameln bleibt alles so, wie es ist. Da wird nichts passieren. Kein Mitarbeiter muss irgendwelche Befürchtungen haben. Das unterschreibe ich“, äußerte er 2016 gegenüber der Dewezet.



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