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Nahversorger soll nicht größer als 1300 Quadratmeter werden

Drogerie wäre zu viel des Guten

HAMELN. Mehr als 1300 Quadratermeter Verkaufsfläche für einen Nahversorger sollenam Bertholdsweg in der Nordstadt nicht entstehen. Der neue Eigentümer des Grundstücks, auf dem aktuell noch die ehemalige britische Primary School steht, hat eigentlich anderes vor.

veröffentlicht am 24.06.2018 um 18:54 Uhr

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Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Neben einem Aldi-Markt (1300 Quadratmeter) solle dort noch ein weiteres Gebäude für eine Drogerie (rund 650 Quadratmeter) entstehen. Die Politik will es jedoch bei 1300 Quadratmeter belassen.

Entgegen den Plänen der Grundstückseigentümerin, der May und Co. Wohn- und Gewerbebauten GmbH aus Itzehoe, bestimmten Hamelns Ratspolitiker, dass es über die Fläche von 1300 Quadratmetern hinaus keinen weiteren Neubau geben wird. In ihren Planskizzen hatten die Bauherren zunächst neben dem geplanten Aldi-Markt auch ein weiteres Gebäude für eine Drogerie mit einer Verkaufsfläche von noch einmal rund 650 Quadratmetern eingeplant. Der notwendige Bebauungsplan soll laut Politik jedoch begrenzt auf 1300 Quadratmeter zur „Einzelhandelsnahversorgung“ aufgestellt werden. Die Politik hat sich damit an einem 2014 beschlossenem Einzelhandelskonzept für die Stadt Hameln orientiert. Im Vorfeld der Ratsentscheidung hatte die Stadtverwaltung noch einmal deutlich gemacht, dass die britische Schule nach Abzug der Briten im Jahr 2014 nicht mehr hätte genutzt werden können. Vor allem die schlechte Bausubstanz – der energetische Zustand, Brandschutzauflagen und unzureichende Raumhöhen – sprächen dagegen. Zum Abriss hat sich der neue Grundstückseigentümer verpflichtet. Die Stadt Hameln trägt hierfür keine Kosten.

Ein zusätzlicher Nahversorger würde hingegen „zu einer städtebaulichen Aufwertung des Einzelhandelsstandortes“ führen – auch, weil sich in unmittelbarer Nähe bereits ein Edeka-Center, eine Bank und eine Apotheke befänden, hieß es seitens der Verwaltung.

Damit gebe es am Bertholdsweg ein „ausreichendes Angebot in der Nahversorgung“. Das schließe die Nachfrage des künftigen Wohngebiets am Baileypark mit ein, wie es weiter heißt. Die Stadt plant hier, in naher Zukunft rund 125 weitere Wohneinheiten zu schaffen.

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