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Erklärung zum Spendenverkauf

DRK Weserbergland: „Wir wollen uns nicht bereichern“

HAMELN. Nachdem Kritik am Verkauf von Kleider- und Sachspenden an DRK-Mitarbeiter und -Einrichtungen laut geworden war, hat sich das DRK mit einer Presseinformation dazu geäußert. Die Spenden waren für Flüchtlinge der Linsingen-Kaserne vorgesehen, Restbestände sollen nun „zu günstigen Konditionen abgegeben“ werden.

veröffentlicht am 28.10.2016 um 12:10 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 17:21 Uhr

Birte Hansen

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Reporterin zur Autorenseite

„Der Erlös aus dem Verkauf der Dinge und Kleidungsstücke fließt in weitere Projekte zur Betreuung der Geflüchteten, wie zum Beispiel in das Projekt Babytasche oder Integrationsprojekte des DRK-Kreisverbandes Weserbergland“, heißt es in der Erklärung. Die vielen Sachspenden sollen demnach „als Geldspende zweckgebunden weitergegeben werden“. Der Organisatorische Leiter der ehemaligen Flüchtlingseinrichtung in der Linsingen-Kaserne, Wilfried Binder, betont: „Wir wollen uns nicht bereichern.“ Weitere Aktionen sollten „extern“ folgen. Rechtlich ist der Vorstoß nicht eindeutig. Nach Einschätzung eines Rechtsanwalts müsste der Erlös in jedem Fall an Flüchtlinge gehen. Würde ein anderes Projekt damit finanziert, wäre es Betrug. Theoretisch, auf Basis des BGB, könnten die Spender auch sagen, dass sie ihre Sachen zurückhaben wollen, wenn sie nicht an die Flüchtlinge gegeben würden.

Wilfried Binder und Lieselotte Sievert sind vom DRK als Einrichtungsleitung in der Linsingen-Kaserne eingesetzt. Montage: Dana


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