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veröffentlicht am 20.01.2012 um 13:47 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Von Heiko Gropp
Hameln. Am Ende einer über fünf Stunden andauernden Jahreshauptversammlung resümiert Wilfried Altkrüger, Vorsitzender: „Sechs Jahre Krieg sind genug“ und bezieht sich damit auf die Gräben zwischen dem DRK-Kreisverband und dem Ortsverein.

Nach Absetzung des OV-Vorstandes durch den Kreisverband war ein Notvorstand (Peter Müller-Gundermann und Klaus Arnecke) ernannt worden. Dessen Entscheidungen seien nun unwirksam, so Altkrüger weiter. 

Größte Meinungsverschiedenheiten hatte es bezüglich einer Rotkreuz-Stiftung durch den OV gegeben, und die Diskussion darüber setzte sich an diesem Abend über eine Stunde lang fort. Drei Vorschläge über die Zukunft der Stiftung, mit deren Geld das Haus an der Zentralstraße gekauft werden soll(te), machte der Vorstand, über den die Mitglieder abstimmen sollten. Der erste lautet: Die Stiftung wird erneut über den Kreisverband und Landesverband beim Bundesverband beantragt, mit einem Kapital von 50000 Euro. Der zweite Vorschlag: Die Satzung der Stiftung wird so geändert, dass Name und Zeichen des Roten Kreuzes (wie vom Bundesverband gefordert) nicht mehr verwendet werden und der Name in „Gesundheit und Wohlfahrt in Hameln“ geändert wird. Drittens: Vorstand und Kuratorium der Rot-Kreuz-Stiftung Hameln wird empfohlen, bei der Stiftungsaufsicht die Auflösung der Rotkreuz-Stiftung Hameln zu beantragen. Einige äußern Bedenken und meinen, eine Stiftung mit 50000 Euro Stiftungskapital und nur einem Prozent Verzinsung für Stiftungszusagen würde nichts bringen. Außerdem sei der Antrag auf eine Rotkreuz-Stiftung als solche schon einmal abgelehnt worden, und eine Namensänderung würde mit dem DRK Ortsverein nicht mehr in Verbindung gebracht.  Viel Applaus erhält Giovanna Brockmann, die sich trotz ihres noch jungen Angestelltenverhältnisses beim Ortsverein, traute, sich zu Wort zu melden. Ihre Frage „Warum kann das Geld nicht hier im Ortsverein bleiben?“ traf offenbar den Nerv anderer Mitglieder. „Wir haben hier genug Baustellen, wie die Arbeitskreise. Wir wollen basteln, das Jugendrotkreuz könnte besser arbeiten, gucken Sie sich mal die Küche an – die ist gefährlich. Wir wollen was machen, auch unsere Arbeitskreisleiter“, sagt sie. Andere hegten ebenfalls Zweifel: „Was soll die Stiftung bringen? Soll das nur eine Geldvernichtungsmaschine sein?“ Immerhin 45 000 Euro sind laut KV-Geschäftsführer Hubert Volkmer bereits verloren. Diese Summe war im Zusammenhang mit dem Kauf des DRK-Hauses/Zentralstraße angefallen. Dieses Geld sei nicht wieder hereinzuholen, so Volkmer. Doch es gibt nicht nur Gegner, sondern nach wie vor Fürsprecher der Stiftung. Auf der vorherigen Jahreshauptversammlung sei die Entscheidung für die Gründung gefallen. Die ließ dieser Abend nun vermissen: Die Entscheidung über die „Rotkreuz-Stiftung Hameln“ wurde vertagt.



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