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Musical „Massachusetts“ bringt halbes Jahrhundert Bandgeschichte auf die Bühne der Rattenfänger-Halle

Drei italienische Brüder lassen Bee Gees lebendig werden

Hameln. Ein freudiges Kreischen erfüllt die RattenfängerHalle – jedoch sind die Bee-Gees-Anhängerinnen von damals inzwischen keine Teenies mehr. Die größtenteils graumelierten Damen haben den Fan-Habitus von einst aber noch in sich, als die drei Musiker mit den hohen Stimmen die Bühne betreten. Walter, Davide und Pasquale Egiziano sind zwar nicht die Gebrüder Gibb, aber ein Original von damals haben sie in der Rattenfängerstadt dabei: Blue Weaver war von 1975 bis 1982, den erfolgreichsten Jahren der Bee Gees, als Keyboarder festes Mitglied der Band. Da wundert es nicht, dass er einige Anekdoten zu berichten hat. Eine Autofahrt auf einer polternden Brücke trug beispielsweise zur Entstehung des bekannten Jive-Talkin-Rhythmus bei. Genau dieser überträgt sich auch auf die etwa 350 Hamelner Zuschauer und lässt am „Saturday-Night-Fever“ aufkommen. Die Fans lassen zu den zeitlosen Songs die Hüften kreisen und schwenken die Arme. Und wieder lässt ein Kreischen aufhorchen. Dieses Mal kommt es jedoch direkt von der Bühne. Der Jüngste der Italian Bee Gees erklimmt musikalisch selbst die größten Höhen. Zusammen mit seinen beiden Brüdern erzeugt er eine komplette Harmonie, ganz wie Barry, Maurice und Robin es einst taten. Unterstützt wird das Geschwistertrio im Rahmen des Bee-Gees-Musicals „Massachusetts“ von einer vierköpfigen Band. Hinzu kommen die zwei Backgroundsängerinnen Letizia Mongelli und Laura Ugolini. Sie geben die von den Bee Gees komponierten Songs „If I Can’t Have You“ und „Immortality“ als Soloeinlagen zum Besten.

veröffentlicht am 04.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 12:21 Uhr

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Autor:

Lukas Barnes
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Der Star des Abends ist jedoch Jesse Garon. Der gebürtige Berliner führt in der Rolle eines leicht exzentrischen BBC- Moderators durch das fast dreistündige Programm. So springt er mit den Hamelnern durch ein halbes Jahrhundert Bandgeschichte. Man erhascht zum Beispiel einen Blick in Studioaufnahmen und lässt das legendäre „One-Night-Only-Konzert“ von 1997 wieder aufleben. Auf einer riesigen Leinwand untermalen Fotos, Videos und Plattencover den jeweiligen Hit visuell. Auch die tristeren Zeiten der Familienband werden nicht außer Acht gelassen. 1969 löste sich die Gruppe für einige Monate auf und 2003 wurde das Trio durch den Tod von Maurice auseinander gerissen.

Bewegend auch das Gedenken an den erst letztes Jahr verstorbenen Robin. Trotz alledem steht der unverkennbare Disco-Sound im Vordergrund des Musical-Abends. Nicht ganz unerwartet stürmt ein graziöser, junger Tänzer auf die Bühne und begeistert mit einer John-Travolta-Einlage. Zu dem mindestens genauso so populärem Song „Stayin‘ Alive“ darf auch ein lokaler Kurs der Tanzschule „Für Sie“ ihr Können unter Beweis stellen.

Die drei Brüder wechseln zur jeweiligen Ära ihre Outfits. Mal performen sie in schwarzer Lederkleidung, ein anderes Mal in silbernen Hemden und engen Hosen. Und genauso folgt Hit auf Hit: „Nights On Broadway“, „To Love Somebody“ oder „You Win Again“ – es geht Schlag auf Schlag.

Die italienischen Brüder Walter, Davide und Pasquale Egiziano im Musical „Massachusetts“. Auf einer riesigen Leinwand untermalen Fotos, Videos und Plattencover der Bee Gees den jeweils vorgetragenen Hit visuell. lb



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