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Drastische Kürzungen beim Theater - wie kann das gehen?

veröffentlicht am 20.03.2012 um 15:41 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

„Reduzierung des jährlichen Defizits um jeweils zehn Prozent“ lautet das Ziel. Theater-Direktorin Dorothee Starke gibt Antworten, was das für das Theater bedeutet.

Hameln (bha/rom). Wie ein Damoklesschwert hängt der Begriff „Kürzung“ seit Jahren über den kulturellen Einrichtungen der Stadt Hameln. In dieser Legislaturperiode will die Mehrheitsgruppe aus CDU, Grünen und Unabhängigem ernst machen, angefangen beim Theater.

Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen um etwa 1,47 Millionen Euro jährlich. Um 147 741 Euro will die Mehrheitsgruppe den Zuschuss pro Jahr reduziert wissen. Schon der Begriff „Defizit“ stößt am Theater sauer auf. Es handele sich um eine Summe, die die Stadt Hameln zur Verfügung stellt, „um ein angemessenes Kultur- und Bildungsangebot für die Bevölkerung bereitzuhalten“, sagt Theater-Direktorin Dorothee Starke. Aber wie soll so eine drastische Kürzung gehen? Antworten auf Fragen:

Könnten Programme eingestampft werden? Das Theater schlägt vor, das noch junge Programm „Partnerschule“ einzustellen. In diesem Rahmen verpflichten sich Schulen bislang, ihre Schüler mindestens einmal pro Jahr ins Theater zu schicken. Das Theater seinerseits nimmt Stücke auf, die für das Zentralbitur relevant sind. Die Quote der jungen Theatergäste erhöht sich dadurch, aber die Einnahmen – eine Schülerkarte kostet 6 Euro – decken die Kosten nicht.

Was ist mit dem Kinder- und Jugendprogramm? An Einstampfen denkt Starke nicht, vielmehr an den Ausbau. Es biete eine hohe Qualität und sei zu 90 Prozent ausgelastet. Allerdings decke der Eintrittpreis von 4,50 Euro pro Karte die Kosten selbst bei vollem Haus nicht. Starke schlägt vor, einen Saal mit 200 Plätzen (statt wie jetzt im TAB mit nur 100) für das Kindertheater bereitzustellen. Die Rechnung: Mehr Zuschauer bringen auch mehr Geld.

Alle fragen, alle Antworten lesen Sie in der Dewezet.



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