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Fußgängerin läuft vor Notarzt-Fahrzeug / Zusammenprall trotz Martinshorn und Blaulicht

Dramatischer Unfall auf dem Kastanienwall

Hameln (tis). Eine 60 Jahre alte Fußgängerin aus Bodenwerder ist gestern Morgen von dem Hamelner Notarzt-Einsatzfahrzeug erfasst und dadurch schwer verletzt worden. Das Unglück ereignete sich auf der Kreuzung Sedanstraße/Kastanienwall. Der VW-Transporter, besetzt mit einem Notarzt und einem Rettungsassistenten der Feuerwehr als Fahrer, befand sich gegen 9 Uhr auf einer Einsatzfahrt. Der Wagen war mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn in Richtung „Grüner Reiter“ zu einem Notfall in der Alten Heerstraße unterwegs.

veröffentlicht am 02.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 02:41 Uhr

Nach dem Zusammenprall mit dem Notarzt-Einsatzfahrzeug (li.) wur
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Die Passantin wollte den Kastanienwall bei grünem Licht der Fußgängerampel überqueren. Dabei nahm ihr ein Kleintransporter, der aus Richtung Rathaus nach links einbiegen wollte, die Sicht. Als die Frau hinter dem Kleintransporter hervortrat, blieb für den Fahrer des Notarztes nicht mehr genügend Zeit, um zu stoppen. Die Fußgängerin wurde bei dem Zusammenprall zu Boden geschleudert. Der Notarzt und der Rettungsassistent versorgten die Frau sofort. Sie wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Weil während der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme beide Fahrspuren Richtung „Grüner Reiter“ gesperrt waren, kam es bis in den Bereich Thiewall und Erichstraße zum Stau.

Unfälle mit Feuerwehr- und Polizeifahrzeugen im Einsatz sind nie auszuschließen, weiß Andreas Hinz, Verkehrssicherheitsberater bei der heimischen Polizeiinspektion. Der Polizeihauptkommissar erklärt: „Fahrer von Einsatzfahrzeugen bei einer Alarmfahrt haben eine doppelte oder erhöhte Sorgfaltspflicht.“ Bei einer Einsatzfahrt haben sie zunächst einmal alle Warneinrichtungen einzusetzen. Das heißt, Blaulicht und Martinshorn sind einzuschalten. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es für die Einsatzfahrzeuge aber nicht. Wenn allerdings die Warneinrichtungen nicht ausreichen, um sich freie Fahrt zu verschaffen, muss der Fahrer die Geschwindigkeit eventuell deutlich verringern und den Verkehrsverhältnissen anpassen. „Es ist etwas anderes, ob ich außerhalb der Stadt auf einer vierspurigen Bundesstraße unterwegs bin oder zur Feierabendzeit auf der Deisterstraße“, bemerkt Hinz. Aber auch Autofahrer, Fußgänger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer sind aufgefordert, einem Einsatzfahrzeug mit eingeschalteten Warneinrichtungen sofort freie Bahn zu verschaffen. Autofahrer sollten dabei nicht plötzlich bremsen oder mitten auf der Kreuzung anhalten, sondern die Straße räumen, damit das Einsatzfahrzeug ungehindert passieren kann. „Dabei sollten sie sich so verhalten, dass auch andere Verkehrsteilnehmer erkennen, was sie vorhaben“, erklärt der Verkehrssicherheitsberater. Das könne zum Beispiel durch das Setzen des Blinkers geschehen. Fußgänger und Radfahrer, die das Martinshorn hören, rät Hinz, sich zu orientieren, von wo sich das Fahrzeug nähert, und nicht einfach gedankenlos ihren Weg fortsetzen.

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