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„Wir freuen uns total“

Dorina Scholz wird zum dritten Mal Mutter

Schwangerschaft ist eine prägende Zeit im Leben eines Paares, ganz besonders aber im Leben einer Frau. In loser Folge wollen wir zwei Frauen auf dem Weg zur Geburt ihrer Kinder begleiten. Wollen wissen, wie es ihnen geht, was sie fühlen, was sie erwarten. Dorina Scholz bekommt ihr drittes Kind im Juli.

veröffentlicht am 14.03.2018 um 20:40 Uhr
aktualisiert am 14.03.2018 um 21:19 Uhr

Freuen sich auf Familienzuwachs: Dorina Scholz mit Johanna (li) und Sophie (re.). Foto: fn
Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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Dorina Scholz aus Großenwieden ist 35 Jahre alt und in der 23. Woche schwanger. Sie und ihr Lebensgefährte Christoph erwarten am 18. Juli ihr drittes Kind. Es soll im Hamelner Sana-Klinikum zur Welt kommen. Ein bisschen Zeit hat die werdende Mutter also noch.

Ein kurzer Blick zurück: „Ich habe die Schwangerschaft relativ spät bemerkt, erst in der achten oder neunten Woche“, sagt Dorina. „Ich war immer so platt, habe es aber auf die Arbeit geschoben.“ Die zweifache Mutter hat bis vor einiger Zeit als Sachbearbeiterin im Landwirtschaftsministerium in Hannover gearbeitet. 26 Stunden die Woche, danach hat sie sich um die Töchter Johanna (4) und Sophie (2) und das Haus gekümmert. Darüber, dass sie müde ist, hat sich Dorina nicht gewundert, „doch im Nachhinein waren alle Anzeichen einer Schwangerschaft da.“ Und: „Wir freuen uns total.“ Aller Voraussicht nach wird es ein Junge.

Dorina ist gelassen, sie fühlt sich gut, hat keine Beschwerden. Zugenommen hat sie bisher nur fünf Kilo, bei der ersten Tochter waren es insgesamt nur zwischen sieben und acht Kilo. Anfangs ist sie alle vier bis fünf Wochen zu ihrer Frauenärztin gegangen, inzwischen alle drei Wochen.

Jede Hebamme hat ihr Steckenpferd, jede legt ihren Fokus anders.

Dorina Scholz, werdende Mutter, 23. Woche

Die Ultraschalluntersuchung ist für sie nicht obligatorisch, Dorina lässt sich von ihrem Gefühl leiten, auch die 3-D-Untersuchung, die viele Mütter für ein tolles Foto des Ungeborenen nutzen, hat sie ausgelassen. „Ich hänge mir lieber ein Bild des Neugeborenen ins Kinderzimmer“, sagt sie. Nur eine Zusatzuntersuchung hat sie diesmal im Pränatalzentrum Hannover machen lassen: Die Nackenfaltenmessung, auch NT-Screening genannt. Mit ihr werden anlagebedingte Störungen wie das Down-Syndrom, untersucht. „Ich bin 35, und ich habe zwei gesunde Kinder“, sagt Dorina. Sie wollte einfach sichergehen. Ihre Frauenärztin habe ihr geraten, sich Gedanken darüber zu machen, was wäre, wenn man etwas findet. „Mein Mann ist das rigoroser, für mich ist es eher so, dass ich mich darauf einstellen kann.“

Ein weiterer wichtiger Punkt vor der Geburt: die Hebamme. Dorina hat ihre bereits gefunden. Sie wollte eine erfahrene oder gar keine. Immerhin weiß die zweifache Mutter inzwischen selbst eine Menge. Die Frage sei: Was kann die Hebamme? „Jede hat ihr Steckenpferd, jede legt ihren Fokus anders“, sagt sie. Dorinas legt ihren auf Homöopathie.

Mit Formalitäten braucht sich Dorina weniger herumzuschlagen: Als Beamtin bekommt sie bis zum Ende des Mutterschutzes ihr Gehalt. Für die Zeit danach hat sie zwei Jahre Elternzeit geplant.

Wichtig ist der 35-Jährigen vor allem, sich nicht zu stressen. Um sich vorzubereiten, geht sie zum „Mama-Work-out“ in Hessisch Oldendorf. Sie hat sich den Gymnastik-Kurs bewusst gesucht, weil er vormittags läuft, wenn die Kinder betreut werden. Den Geburtsvorberietungskurs hingegen schenkt sie sich diesmal. Auch manchen Rat für Schwangere, zum Beispiel nicht über fünf Kilo zu heben, lässt sie schon mal links liegen: Wie soll ich denn sonst meine Zweijährige aus dem Gitterbettchen heben? fragt sie und lacht.

Und was ist noch anders als in den vorigen Schwangerschaften? „Ich spüre die Kindsbewegungen viel deutlicher, gestern habe ich einen Tritt bekommen, das kannst du dir nicht vorstellen“, sagt sie. Mehr als in den vorangegangenen Schwangerschaften würde man ein Gefühl dafür entwickeln, ob alles in Ordnung ist. Für das Schwangerschaftstagebuch, dass sie beim ersten Mal noch eifrig geführt hat, ist keine Zeit mehr da. Ach ja, und noch etwas ist anders: Während sie in der ersten Schwangerschaft nicht ohne ein Plunderteilchen am Nachmittag konnte, hat sie diesmal eher Hunger auf Herzhaftes am Abend.



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