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Durchgangsverkehr und Raser stören Tünderaner – Stadt und Landkreis nehmen Hinweise auf

Dorfidylle – mit einem Haken

Hameln. „Unser Dorf hat Zukunft“ – was andere zum Wettbewerb erklären, steht für die Tünderaner bereits fest. Bei der Dewezet-Veranstaltung „Hier lebe ich“ machten sie deutlich, welche Qualität der Ortsteil hat. Schule, Krippe, Museum, Arzt, Supermarkt – wer in Tündern wohnt, braucht eigentlich kein Auto, wurde schnell klar. Ideal also für Familien. Und: Tündern hat sogar eine eigene Stiftung, welche die Kirchengemeinde samt Jugendarbeit unterstützt.

veröffentlicht am 07.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:21 Uhr

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Autor:

VON ANDREA TIEDEMANN
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Doch auch Tündern hat mit dem demografischen Wandel zu kämpfen. Noch sind viele der Häuser bewohnt, doch es sind auch viele ältere Menschen, die hier leben. Ob deren Kinder später einziehen, ist oft ungewiss. „Der Dorfkern ist überaltert“, stellt ein Mann fest. Und so könnte auch in Tündern in ein paar Jahren der Leerstand zur Herausforderung werden. „Noch suchen die Leute“, mahnt ein Tünderaner, doch die Konkurrenz an Baugebieten um Hameln wachse stetig. Die Tünderaner bemühten sich, die Bewohner an den Ortsteil zu binden – ein stark ausgeprägtes Vereinsleben gehört dazu. Auch dass die Generationen einander freundlich begegnen, ist für die Bewohner des kreisförmig angelegten Ortes besonders wichtig. Und manchmal passiert dies sogar auf Plattdeutsch, denn wer in Tündern zur Schule geht, für den steht auch dieses Unterrichtsfach auf dem Stundenplan.

Bloß ein Punkt macht vielen Tünderanern zu schaffen: der Verkehr, vor allem der Durchgangsverkehr. Dabei sei Tündern doch schließlich das „Schlafdorf“ Hamelns, da viele Weserradweg-Touristen hier nächtigen. Eigentlich gibt es für Tündern auch eine Umgehungsstraße: Statt der Kreisstraße, die nach Tündern hineinführt, sollte der Verkehr eigentlich über die fast parallel laufende Landstraße laufen. Doch nicht jeder hält sich daran – das weiß auch Oberbürgermeister Claudio Griese, der selbst im Ortskern von Tündern lebt. Manche nutzten die Fahrt durch Tündern als „Abkürzung“, das könne man an den Kennzeichen erkennen. Griese, gerade in das neue Amt gestartet, hat angekündigt, sich um die Verkehrsberuhigung in Wohnquartieren verstärkt kümmern zu wollen. „Kann man hier nicht auch mal Blitzer aufstellen, um Raser abzuschrecken?“, fragen die Tünderaner. Denn gerade bei den Einfahrtsstraßen würden viele aufs Gaspedal treten. Gibt es von Hameln kommend noch Inseleinbauten, die den Verkehr beruhigen sollen, fehlten diese am Ortseingang aus Hagenohsen kommend. Der Landkreis hat dort bereits Verkehrsmessungen vorgenommen, nimmt den Hinweis aber gern noch einmal auf. Man könne allerdings nicht versprechen, „gleich morgen“ dort zu stehen, schränkt Sprecherin Nikola Stasko ein.

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