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„Missverständnis“ zwischen Verwaltung und Politik/ Ausschreibung hat noch nicht begonnen

Doch keine Interessenten für das Weserbergland-Zentrum

Hameln. Das Weserberglandzentrum soll von der städtischen Rechnung verschwinden. Mit dieser Forderung traten CDU und Grüne im November an die Stadt heran. Wenig später hieß es, dass es Interessenten gäbe. In diesem Punkt rudert die Stadt nun zurück. Alles nur ein „Missverständnis“ zwischen Verwaltung und Politik?

veröffentlicht am 24.02.2016 um 13:56 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:21 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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Hameln. Das Weserberglandzentrum soll von der städtischen Rechnung verschwinden. Mit dieser Forderung traten CDU und Grüne im November 2015 an die Stadt heran und sprachen sich dafür aus, dass die Stadt das WBZ am Rathausplatz zum Verkauf freigeben soll (wir berichteten).

Wurde der Vorschlag in den Fraktionen und in der Verwaltung heiß diskutiert, hieß es im November – bereits kurze Zeit nach Bekanntgabe der Verkaufspläne – sogar, dass es schon erste Interessenten für das Veranstaltungszentrum gäbe. Damals ließ die Stadt verlautbaren: „Es sind mehrere Interessenten, nicht nur einer.“

In diesem Punkt rudert die Stadt nun allerdings zurück. „Da gab es wohl ein Missverständnis. Eventuell dadurch, dass vonseiten der Politik behauptet wurde, dass es Interessenten gäbe“, so ein Sprecher der Stadt. Zum aktuellen Zeitpunkt gäbe es schlichtweg noch keine Kaufinteressenten für das rund 1500 Quadratmeter große Verwaltungsgebäude. Das Gebäude wurde zum jetzigen Zeitpunkt nicht einmal öffentlich ausgeschrieben. „Wir stehen in den Planungen gerade noch ganz am Anfang“, heißt es aus der Verwaltung. Von einer Ausschreibung sei man „sehr sehr weit“ entfernt.

Zunächst einmal müsse das Bauland des WBZ geprüft werden, dann könnten ein Kaufpreis und die Konditionen festgelegt werden und erst danach die danach eingereichten Angebote ausgewertet werden. „Aber soweit sind wir noch gar nicht“, so ein Sprecher der Stadt. In Sachen Konditionen müsste ein potenzieller Käufer ohnehin eine bittere Pille schlucken: Denn die Nutzungsrechte der Stadt sollen vertraglich gesichert werden. Ratssitzungen und andere städtische Zusammenkünfte sollen auch weiterhin im WBZ stattfinden. Auch wenn das Veranstaltungsgebäude dann in den Händen eines externen Investors liegt.

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Zu bestimmen, was alles zum WBZ gehört, gestaltet sich laut der Verwaltung derzeit schwierig. „Im Moment ist es die Aufgabe, das Grundstück baurechtlich zu definieren. Also eine Linie zu ziehen zum Theater, zum Bellevue-Center und zum Hotel Mercure. An dieser Stelle ist ja alles doch sehr verschachtelt gebaut“, so die Erklärung aus dem Rathaus. Solange nicht klar sei, wo die baurechtliche Grenze zwischen den Gebäuden verlaufe, könne man ohnehin nicht weitermachen. „Die Gebäude baurechtlich zu trennen ist ein sehr großer Aufwand. Zumal auch die Rettungswege und der Brandschutz bedacht werden müssen“, so die Erklärung seitens der Verwaltung.

Wenn die baurechtliche Abgrenzung irgendwann in der Zukunft dann tatsächlich niedergeschrieben ist, kann der Verkehrswert des Weserberglandzentrums ermittelt werden. Sprich: ein ungefährer Kaufwert wird festgelegt. „Aber so weit sind wir wie gesagt einfach noch nicht“, so ein Sprecher der Verwaltung. Mit einer öffentlichen Ausschreibung des Gebäudes ist laut Aussage der Verwaltung nicht im ersten Halbjahr 2016 zu rechnen. „Die Ausschreibung sehe ich nicht in den kommenden zwei bis drei Monaten“, erklärt ein Sprecher der Stadt.

CDU und Grüne waren im November mit dem Vorschlag des Verkaufs an die Stadt herangetreten, da das WBZ sich in der Vergangenheit immer wieder als Minus-Bringer herausgestellt hatte. Mit dem Verkauf solle die Stadt entlastet werden, so die Idee der Mehrheitsgruppe.



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