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Hamelner Schulen bekommen Platzprobleme

Diskussion um Aufnahme von Gymnasiasten aus anderen Landkreisen

HAMELN. Wenn weiterhin Kinder aus dem Landkreis Holzminden die Hamelner Gymnasien besuchen, könnte es Platzprobleme geben, sagt Hamelns Stadträtin Martina Kurth-Harms. Die Stadt müsse an Vikilu, Schiller- und Albert-Einstein-Gymnasium insgesamt 15-zügig planen, heißt: Es müsste im kommenden Schuljahr an den drei Schulen insgesamt 15 Klassen pro Jahrgang geben.

veröffentlicht am 07.04.2017 um 14:05 Uhr

Foto: dpa
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Derzeit sind es 14. Doch die Gymnasien hätten so schon erheblichen Ausbaubedarf bis zum Jahr 2020 angemeldet, erklärte Kurth-Harms bei der Sitzung des Schulsausschusses. Vor allem wegen des wieder eingeführten „G9“ – dem Abitur nach 13 Jahren – kommen auf die Stadt Hameln als Schulträger „große bauliche Herausforderungen“ zu, so die Stadträtin. Daher habe sich die Stadt entschlossen, zum kommenden Schuljahr vorerst keine Schüler aus anderen Landkreisen aufzunehmen – dies jedenfalls, solange Hameln-Pyrmonter die freien Plätze an den Gymnasien in Anspruch nehmen. „Solange wir freie Kapazitäten haben, nehmen wir auch Schüler aus anderen Landkreisen auf“, sagte Kurth-Harms.

Kurt Meyer-Bergmann (SPD) hält nicht viel vom Vorgehen der Verwaltung. Mit Blick auf die überwiegend aus dem Bereich Bodenwerder nach Hameln pendelden Schüler sagt er: „In der Orientierung gehörte Bodenwerder immer zu Hameln. Das sollten wir nicht aufs Spiel setzen.“ Für ihn sind die pendelnden Schüler und deren Eltern auch ein Wirtschaftsfaktor. Zudem sei die Zeit bis zum neuen Schuljahr knapp: „Die Kinder haben sich schon für die Schulen entschieden“, sagte Meyer-Bergmann. Für Wilfried Binder, ebenfalls SPD, gilt es „alles Mögliche zu versuchen, Schüler aus anderen Landkreisen aufzunehmen“ – zur Not auch mit einer Beschulung in Containern. Möglicherweise sei der Landkreis Holzminden ja auch bereit, sich an den Kosten der Stadt Hameln zu beteiligen. Dem entgegnete Andreas Breitkopf, Abteilungsleiter in der Verwaltung, dass eine Kostenbeteiligung erst ab einer Quote von 25 Prozent an Schülern aus anderen Landkreisen rechtlich vorgesehen ist. Klaus-Peter Symansky (Fraktion CDU/DU/UFB) sieht’s anders: „Es ist Fakt, dass wir das Geld für Schulerweiterungen nicht haben. Da ist es auch nicht unsittlich, Schülern zu sagen, woanders zur Schule zu gehen.“

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