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Diskussion über Elternbefragung

veröffentlicht am 25.08.2010 um 18:43 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Hameln (bha). Einige Wochen haben die Eltern im Landkreis Hameln-Pyrmont noch Zeit, um sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob sie Sohn oder Tochter auf eine Integrierte Gesamtschule (IGS) schicken möchte, die es noch nicht gibt. Ihre Antworten dienen der Stadt Hameln als Basis für die weitere Planung einer möglichen Erweiterung der Schullandschaft um eine IGS. Über den Inhalt und die Form der Bögen, die im Herbst an die Haushalte verschickt werden sollen, haben heute die Hamelner Politiker im Schulausschuss (15 Uhr) zu beraten.
 Eine Forderung, die sowohl von Eltern- und Lehrervertretern als auch seitens der Kreispolitik erhoben wurde, wird, so zeigen es die Entwürfe, im Ansatz erfüllt: Darin werden die Befragten nicht nur um ihr Kreuzchen geblieben darauf hingewiesen, dass sich der Ausbau einer IGS auf den Bestand der Schulen auswirkt. Sie werden, das steht fest, doch in welchem Maße, ist ungewiss. Außerdem, das hebt die Stadt auf dem Informationsblatt hervor: Der Bestand der vorhandenen Schulen wäre nicht nur von einer IGS abhängig. „Allein die rückläufigen Schülerzahlen zwingen dazu, in absehbarer Zeit über Schulschließungen nachzudenken“, heißt es in dem Schreiben. Wohin die Reise geht, macht Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann deutlich: „Wir stellen uns darauf ein, dass aus Hannover das Signal kommt“, dass Hameln sich mit der Schließung einer Hauptschule wird befassen müssen.
 Die Klüt- und und die Südstadtschule konnten das neue Schuljahr erneut nur einzügig beginnen (drei sind vom Land als Mindestgröße vorgegeben), lediglich die Pestalozzi-Schule hat drei fünfte Klassen. Abhängig von der Landespolitik werde man in Hameln über Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen oder eben über die Schließung zu diskutieren haben.
Auch für die Gründung von Integrierten Gesamtschulen werden noch Änderungen der Vorgaben erwartet. Bislang müssen sich genügend Kinder für fünf fünfte Klassen anmelden, bevor eine IGS an den Start gehen kann. „Es könnte sein, dass das auf vier“ reduziert werde, so Lippmann – was auch vor dem Hintergrund zu sehen ist, dass ein Gymnasium lediglich dreizügig sein muss.
Derweil meldet sich der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Rolf Keller aus Emmerthal zum Thema IGS zu Wort und verweist auf die möglichen Folgen für die umliegenden Kommunen: „Das schwächt ungemein die Landgemeinden Emmerthal und Aerzen – wieder ein Stück Infrastruktur weniger.“ Er fragt sich, warum nicht eine IGS in Emmerthal oder Aerzen entstehen könnte, wenn diese Schulform genannt wird. Dort seien durch hohe finanzielle Aufwendungen gute Standorte entstanden.



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