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Was aus der Ex-Briten-Schule werden soll

Discounter für die Nordstadt?

HAMELN. Bis zum 15. Januar haben Kaufinteressenten noch Zeit, ein Gebot abzugeben: Die ehemalige britische Schule am Bertholdsweg in der Nordstadt soll verkauft werden. Geplant ist, dass sich dort ein Lebensmittel-Discounter ansiedelt.

veröffentlicht am 02.01.2018 um 17:18 Uhr
aktualisiert am 02.01.2018 um 20:30 Uhr

Steht leer und soll abgerissen werden: die ehemalige „Primary School“ am Bertholdsweg. Foto: Dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Verkäufer ist die Bundesanstalt für Immobilien (Bima), die die ehemaligen Standorte der in Hameln stationierten Armee verwaltet. Eine Nachnutzung der leerstehenden „Primary School“ als Schule oder auch als Kindergarten ist laut Stadt weder gewollt, noch überhaupt möglich.

Zuletzt hatten sich Politik und Verwaltung über den Standort eines Kindergartens gestritten, der in der Nordstadt neugebaut werden soll. Die ehemalige Primary School ist aber offensichtlich keine Alternative zu dem potenziellen Kindergartenstandort an der Süntelstraße (Kunstrasenplatz) oder dem von der Ratsmehrheit favorisierten Standort auf dem künftigen Bildungscampus des Linsingen-Geländes. „Die Stadt hat sich bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Konversionsprozesses gegen die Nachnutzung der ehemaligen Schule ausgesprochen“, erklärt Stadtsprecher Thomas Wahmes auf Anfrage. „Der technische Zustand des Gebäudes und der Grundriss hätten einen enormen Aufwand erfordert, um es als Kita nutzen zu können. Dies wäre unwirtschaftlich gewesen“, führt der Stadtsprecher weiter aus.

So hatte der Rat der Stadt schon 2015 über die Nachnutzung der Armeegelände entlang des Reimerdeskamps entschieden: An den ehemaligen Depotstandorten der Briten – Bailey- und Gundolph-Park – sollen Möglichkeiten für Wohnen, Gewerbe und Freizeit entstehen. Die Etablierung eines Lebensmittel-Discounters auf dem Areal der Primary School basiert auf dem städtischen Einzelhandelskonzept und wird laut Stadt nun in Abstimmung mit der Bima mit Blick auf den Einzelhandel und einer Verkaufsfläche von gut 13 000 Quadratmetern vermarktet.

Einen Mindestpreis für ein Gebot hat die Bima nicht aufgerufen. In dem Exposé, das die Bundesanstalt für die ehemalige britische Schule erstellt hat, werden potenzielle Käufer explizit darauf hingewiesen, dass die Schule abgerissen werden muss. Die Kosten für den Rückbau müsse der Käufer selbst tragen.

Auf Sicht ist es auch fraglich, was mit dem ehemaligen Kindergarten der britischen Streitkräfte wird. Dieser liegt zwischen Primary School und Sporthalle Hohes Feld. Aktuell hat die Stadt Hameln dort auf Zeit Räumlichkeiten gemietet. Sie sind für die Nachmittagsbetreuung der angrenzenden Grundschule Hohes Feld erforderlich. Der Mietvertrag für den britischen Kindergarten läuft noch bis zum 30. September 2019.

Aber auch bei dieser Immobilie ist der bauliche Zustand nicht mehr auf dem neuesten Stand: Das Obergeschoss des ehemaligen Kindergartens kann schon heute nicht mehr genutzt werden, weil dafür erhebliche Brandschutzinvestitionen erforderlich wären, sagt Wahmes.Zunächst will die Bima auch nur für das Schulgrundstück einen Nachnutzer finden.

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