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Live-Auftritte von Lutador und Fusselbrian

„Discotheke“ in der Sumpfe: Ein Forum für Hip-Hopper

HAMELN. Aus irgendeinem Grund hat sich Hip-Hop nie in einem der örtlichen Lokalitäten etabliert. Mal abgesehen von den Jams, die um 2000 Hip-Hopper aus ganz Deutschland in den Regenbogen lockten. Aber vielleicht ändert sich das jetzt doch noch. Am Samstag wurde zumindest ein erster Schritt in diese Richtung gemacht: mit dem erstmals stattgefundenen „Hamelner Hip-Hop-Café“ in der Sumpfblume.

veröffentlicht am 06.11.2017 um 19:32 Uhr
aktualisiert am 07.11.2017 um 18:45 Uhr

DJ Lars B sorgte im erstmals stattfindenden Hamelner Hip-Hop-Café in der Sumpfblume für klassische Rap-Musik in familiärer Atmosphäre. Foto: Maren Kugel/pr
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Im Rahmen der „Discotheke“, einer in 2017 neu angelaufenen Reihe des Kultur- und Kommunikationszentrums, lud das Hamelner Veranstaltungsteam „Out of Line“, das zuletzt mit großaufgelegten Rap- & R‘n‘B-Partys im Böhmer Wald und in der Sumpfblume von sich reden machte, zur klassischen Hip-Hop-Party: mit einem DJ, der Platten auflegt, Rap-Musikern, die eigene Songs vortragen, und der offenen Einladung an alle Hip-Hop-Aktivisten ihre Künste, egal, ob Rap oder Breakdance, vor Ort spontan zum Besten zu geben.

Das Konzept ging weitgehend auf. „Für das erste Mal war es mit rund 70 Personen gut besucht“, heißt es vonseiten des Out-of-Line-Teams über die eintrittsfreie Veranstaltung im Café der Sumpfblume. Das Publikum war bunt gemischt: jung wie alt, männlich wie weiblich.

Beim nächsten Mal wolle Out of Line das Hip-Hop-Café noch offensiver bewerben, über die Hamelner Stadtgrenzen hinaus. Doch offenbar haben auch so ein paar neue Gesichter in die Sumpfblume gefunden. „Das Coole ist, dass hier heute Leute sind, die du sonst nie siehst oder sogar noch nie zuvor gesehen hast“, befand etwa Gast Christoph Berke (40) aus Hameln.

Michael Thiemer, Gastronomieleiter der Sumpfblume, freute sich über viel „sehr positives Feedback“, es „hätte nur noch etwas voller sein können“. Entsprechend familiär war die Atmosphäre an diesem Abend, wie Lars Kugel (39) alias DJ Lars B sagte. „Jede andere Fangemeinde jeder Musikrichtung findet irgendwo ein Forum, um ihre Oldies zu hören – und jetzt auch endlich mal wieder die Hip-Hop-Community“, führte er aus.

Aber in dieser Nacht gab es nicht nur Oldies. Mit Rapper Christopher Wagenländer (27) alias Lutador, der bereits zwei veröffentlichte Minialben vorweisen kann (www.lutador.de), Patrik Vorphal (28) alias Fusselbrian, der gerade an seinem Album arbeitet, und Omid Wali (23) alias Omid Mido gab es auch Rap-Songs jüngeren Datums – und das sogar live.

Lutador hofft nun auf eine Fortsetzung des Hip-Hop-Cafés, „sodass viele weitere talentierte Leute ihr Können zeigen dürfen und Freunde der urbanen Kultur endlich eine konstante Anlaufstelle in Hameln bekommen“.

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