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Anzeigen des neuen Verkehrsleitsystems sind fast auf die Minute genau – Start soll im September erfolgen

Digitalfunk soll bei der Parkplatzsuche helfen

Hameln (jch). Eine SMS besteht aus maximal 160 Zeichen, eine Meldung bei Twitter aus 140. Ein neues System in Hameln, das Autofahrer auf Besonderheiten in der Stadt aufmerksam machen soll, bietet Platz für nur 60 Buchstaben.

veröffentlicht am 11.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 19:21 Uhr

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Auf drei Anzeigetafeln an den Haupteinfallsstraßen sollen zukünftig wichtige Informationen zum Hamelner Verkehr gezeigt werden. Auch über Veranstaltungen in der Stadt kann auf diesem Wege informiert werden. „Wir verhandeln noch mit der Stadt Hameln über eine Zusammenarbeit in dieser Sache“, erklärt Helmut Feldkötter, Prokurist der Hamelner Stadtwerke.

Die Anzeigen sind Teil des neuen Parkleitsystems für Hameln (wir berichteten). Doch wie funktioniert das komplexe Geflecht aus Schranken, Computern und Anzeigen eigentlich? „Entgegen der ursprünglichen Planung haben wir uns nicht für ein System entschieden, dass die Daten über Mobilfunk an die Schilder sendet“, sagt der für die Technik verantwortliche Reinhard Noll. Anstatt sich auf die Sendemasten eines Mobilfunkanbieters zu verlassen, setzen die Stadtwerke auf digitale Funktechnik. Ein zusätzliches Modul am Funkmast auf dem Hauptgebäude versorgt ab jetzt die Empfänger an den Infotafeln mit Informationen. Was aber, wenn ein Schild fehlerhafte Zahlen anzeigt oder komplett den Geist aufgibt? „Auch die Schilder haben Sendeeinheiten, die Fehler sofort melden“, erklärt Noll.

Die Daten über freie Parkplätze in den Parkhäusern und auf den Parkplätzen werden übrigens nicht per Funk an den Zentralrechner gesendet. „Wir nutzen hierfür unsere Steuerkabel“, so Feldkötter. Bevor der Rechner die Zahl der freien Parkplätze an das Parkleitsystem schickt, werden dann die Dauerparker abgezogen. „Nur so können wir verlässliche Zahlen liefern“, erklärt Noll.

Auch könne hier manuell justiert werden. „An den Wochenenden werden weniger Plätze durch Dauerparker besetzt, sodass wir dem System mitteilen können, mehr freie Plätze in einem Parkhaus anzuzeigen.“ Möglich ist dies durch genaue Statistiken über die Nutzung der Parkflächen, die automatisch erhoben werden.

Eine kleine Herausforderung während der Umsetzung stellte die Einbindung des Parkhauses der Stadtgalerie dar. „Da dieses Parkhaus nicht den Stadtwerken gehört und ein anderes System nutzt, mussten wir uns was überlegen“, so Feldkötter. Nach einem Tag Bastelei sei aber auch diese Anlage erfolgreich eingebunden worden.

Wie lange dauert es nun aber, bis die Anzeige auf der Infotafel aktualisiert wird? „Mit allen Übertragungen gehen wir von etwa zwei Minuten Verzögerung aus“, so die Experten. Das Funksignal wird dabei in jeder Minute zu einer genau definierten Sekunde übermittelt. „Wir haben von der Bundesnetzagentur einen genauen Zeitschlitz erhalten, an den wir uns halten müssen“, so Noll.

Die Anlage befindet sich derzeit noch im Testbetrieb. Ein Schild muss außerdem noch ausgewechselt werden. „An einer Stelle wird der Parkplatz Steigerturm als Parkhaus ausgewiesen“, sagt Pressesprecherin Natalie Schäfer.

Ein aufmerksamer Leser hatte dies bereits dem Dewezet-Lesertelefon gemeldet. Es handele sich hierbei um einen Druckfehler, der im Rahmen der Nachbesserung und Kontrolle behoben werde.

Nach einer Abnahme und einer Schulung der Mitarbeiter für die neue Software wird das System im September an den Start gehen. „Das wird ein fließender Übergang“, so Feldkötter. Man habe darauf verzichtet, die Schilder vorerst noch zu verhüllen, um dann an einem bestimmten Tag zu starten. Bis zum Startschuss werden dann auch die alten Schilder verschwunden sein, die an einigen Stellen jetzt noch doppelt vorhanden sind.

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