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Neues Einsatzsystem in der Leitstelle / Polizei erweitert Bereich auf Nienburg/Schaumburg

Digital für Notfälle gerüstet

Hameln. Gemeinsam haben fünf Männer mit einem Knopfdruck symbolisch ein System gestartet, das effizient arbeiten soll, wenn Bürger in Notlagen auf Notrufknöpfe drücken oder die Tasten am Telefon betätigen. Das neue Einsatzleitsystem der Kooperativen Regionalen Leitstelle in Hameln, das bereits zum 1. August 2014 installiert wurde, ist offiziell in Betrieb genommen worden.

veröffentlicht am 08.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 19:41 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Die Polizeiinspektion Göttingen und der Landkreis Hameln-Pyrmont haben mit der Einführung des Digitalfunks und der einhergehenden Erweiterung des polizeilichen Zuständigkeitsbereiches der Leitstelle auf die Polizeiinspektion Nienburg ein neues Einsatzleitsystem installiert. Nun ist die Leitstelle Weserbergland auf Polizeiseite für die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden, Nienburg und Schaumburg zuständig und betreut jetzt rund eine halbe Million Einwohner und ein Gebiet mit über 3500 Quadratkilometer Fläche.

Allein 70 000 Notrufe erreichen jährlich die Leitstelle mit Mitteilungen, die die Rettungsdienste und Feuerwehren der Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden betreffen – 5000 Meldungen pro Monat sind es bei der Polizei. Im 324 Quadratmeter großen Großraumbüro arbeiten 52 Mitarbeiter – 30 Polizeibeamte und 22 für Rettungsdienste und Feuerwehr. Sollte die geplante polizeiliche Erweiterung auf den Zuständigkeitsbereich des Landkreises Hildesheim umgesetzt werden, sollen weitere 13 Polizeibeamte in der Leitstelle tätig sein.

„Wir haben eine große Menge an Rufgruppen, früher waren das Kanäle, im kommunalen als auch im polizeilichen Bereich für eigene Zwecke zur Verfügung“, erläutert Polizeihauptkommissar Thomas Knaack den Einsatz der modernen Funktechnik. So gebe es jetzt aber auch sogenannte „Zusammenarbeitsgruppen“, die Feuerwehr und Rettungsdienst schalten können, auch die Polizei.

„Wir würden bei gemeinsamen Situationen und Lagen, die alle Organisationen betreffen, alle Einsatzkräfte auf diese Rufgruppen bringen. So kann man untereinander kommunizieren. Einsatzkräfte in einem Feuerwehrfahrzeug können auf die Polizei-Hauptarbeitsgruppe dieser Leitstelle schalten und können mit jedem in dieser Gruppe auch sprechen. Sie können Spezialbereiche nutzen. „Nur bei Sonderaktionen können Feuerwehr und Rettungsdienst nicht auf solche Sondergruppen zugreifen“, sagt der Koordinator in der Leitstelle. Man sei jetzt mit dem Digitalfunk, auch unabhängig von der Leitstelle, sehr gut aufgestellt, so Knaack.

Digital funkt seit dem Monatsanfang auch die Feuerwehr. Die Wehren sind inzwischen so weit ausgestattet, dass der Digitalfunk im Kreis Hameln-Pyrmont als Standardfunk festgelegt wurde.

Es würde aber auch noch Bereiche geben, in denen analog gefunkt wird – auch zur Leitstelle – ist zu hören. Im Kreis Holzminden sind noch nicht alle Fahrzeuge mit Digitalfunk ausgestattet. Für den Bereich Feuerwehr seien daher weiterhin beide Bereiche – digital und analog – geschaltet. Der Landkreis Hameln-Pyrmont und die Kommunen haben allerdings das Ziel, bis zum Ende des kommenden Jahres komplett auf den digitalen Funk umgestellt zu haben.

Für Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels, der gemeinsam mit Polizeipräsident Robert Kruse, Staatssekretär Stephan Manke, dem Leiter für Feuerwehr und Rettungsdienst, Jürgen Bitterling und Thomas Knaack, das System startete, bedeutet „die neue technische Innovation ein Mehr an Sicherheit für die Bürger in der Region“.

Für Polizeipräsident Robert Kruse steht fest, dass „die Sicherheitsarchitektur nachhaltig verbessert sei“. Rund 2,9 Millionen Euro sind in die neue Technik investiert worden.



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