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Große Veranstaltungsreihe „Hallo Luther“ des Kirchenkreises hat Kultusminister Bernd Althusmann im Programm

Diese Herrschaften tragen zur allgemeinen Bildung bei

Hameln-Pyrmont (bha). Was würde der Reformator Martin Luther wohl zur heutigen Bildung der Bevölkerung sagen, wenn er noch lebte? „Er wäre begeistert“, meint der Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Hameln-Pyrmont, Philipp Meyer – und das trotz aller Kritik am deutschen Bildungssystem. Immerhin sei eines der wichtigsten lutherschen Ziele erreicht: Es gebe wenige Analphabeten hierzulande. Gebildet zu sein, lesen zu können, das waren die Voraussetzungen, damit sich die Inhalte der Bibel überhaupt in der Bevölkerung verbreiten konnten, und so greifen die evangelischen Kirchengemeinden anlässlich des Reformationstages in diesem Jahr das große Kapitel „Bildung“ auf: Die erfolgreiche Reihe „Hallo Luther“ steht diesmal unter dem Motto „Luther macht schlau“, dem sich die Organisatoren von über 30 Veranstaltungen verschrieben haben.

veröffentlicht am 06.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 20:41 Uhr

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Als einen Höhepunkt kündigt Pastorin Annette Lehmann die gemeinsame Veranstaltung aller Gemeinden am Reformationstag, 31. Oktober, an: der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann wird dann den zentralen Gottesdienst um 11 Uhr in der Marktkirche mitgestalten und zum Thema Bildung und Glaube reden. Auch der Kinderbuchautor Hartmut el Kurdi wird dabei sein. Ebenfalls an diesem Tag an exponierter Stelle: Luther auf der Bühne – in der Osterstraße vor der Dewezet. Inhalt: Philipp Melanchthon, der als „Lehrer Deutschlands“ (Praeceptor Germaniae) bezeichnet wurde und das Schulwesen reformiert, tauscht im Jahr 1526 mit seinem Freund Martin Luther Gedanken rund um Bildung, Lehrer, Eltern und Kinder aus und über den Zusammenhang zwischen Bildung und Glaube – ein kleines 20-minütiges Theaterstück, geschrieben von der Afferderin Edelgard Schlagmann, die Melanchthon mimt, während Wera Wessel Luthers Part übernimmt. Neben diesem Programmpunkt gibt es noch zahlreiche weitere – (fast) alle in einem Flyer beschrieben, der im Kreis verteilt wird.

Darin findet sich zum Beispiel der Animationsfilm „Shrek“, der am 24. Oktober im Filmgottesdienst in Bad Münder in der Petri-Kirche gezeigt wird, oder „Drei Gespräche mit Luther“ am 26. im Hotel Zur Krone in Hameln, in denen sich der Reformator mit einer einfachen Frau und Melanchthon unterhält – basierend auf Originalzitaten. Beliebt ist laut Meyer jedes Mal das Lutherfest am Süntelturm (31. Oktober), und besonders stolz sind Meyer, Lehmann, Kirchenkreissprecher Simon Pabst und Ursula Herschel vom Kirchenkreis auf die zahlreichen Kooperationen, die sich für „Hallo Luther“ ergeben haben, wie die zum Hamelner Forum. Im Rahmen dieser Vortragsreihe gibt es am 27. Oktober ein Referat über „Bildung ist mehr – früh an die Zukunft denken“.

Die Idee zu „Hallo Luther“ entstand vor sieben Jahren als Gegenbewegung zum heidnischen Brauch „Halloween“ und wird mittlerweile sogar bis nach Österreich exportiert. „Es gibt überhaupt keine Ermüdungserscheinungen“, sagt Philipp Meyer über die offenbar ungebrochene Lust der Gemeinden und Organisatoren, sich anlässlich des Reformationstages einzubringen und ein umfassendes Programm zu gestalten.

Luther und Melanchthon im Gespräch, gespielt von Wera Wessel (re). und Edelgard Schlagmann. Foto: Wal



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