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Ehrung am Samstagabend

Diese drei Helfer bekommen den Zivilcouragepreis

HAMELN. Der Rahmen passt: Die ersten Zivilcouragepreise des jungen Jahres werden am Samstag beim Polizeiball in der Rattenfänger-Halle überreicht. Der Preis der Stadt Hameln wird mehrmals im Jahr durch die AG Zivilcourage des Präventionsrates Hameln verliehen. Drei Preisträger sollen geehrt werden.

veröffentlicht am 19.01.2018 um 17:25 Uhr

An der Stadt-Galerie wurde der Sprungretter am Ende nicht benötigt. Foto: fn/ube
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Die Arbeitsgruppe analysiert Fälle, auf die sie durch Polizei, Presse oder auch Hinweise aus der Bevölkerung aufmerksam gemacht wird. Auf dem Ball sollen heute diese drei Preisträger geehrt werden:


Thomas Bochert (52 Jahre): „Autoknacker auf frischer Tat ertappt“, meldete die Dewezet im August des vergangenen Jahres. Nach einem Hinweis des Anwohners nahmen Fahnder der Hamelner Polizei einen Autoknacker fest. Thomas Borchert der Koppenstraße hatte gesehen, dass ein Mann versuchte, Fahrzeuge aufzubrechen. Schon kurz nach Eingang seines Notrufes traf eine Streifenwagen-Besatzung am Tatort ein. Als der Mann geschnappt wurde, hatte er noch einen Schraubenzieher in der Hand und versuchte damit, in einen Ford Mondeo einzubrechen.


Eike Wessel (55 Jahre): Ein 69-jähriger Mann drohte im Oktober des vergangenen Jahres, vom Parkdeck der Stadt-Galerie zu springen. Die Hamelnerin Eike Wessel hatte den auf der Brüstung stehenden Rentner entdeckt und mit ihm Kontakt aufgenommen. Sie versuchte, ihm sein Vorhaben auszureden. Ein zufällig vorbeikommender Polizeikommissar unterstützte die couragierte Frau dabei. Die Feuerwehr baute am Zehnthof einen sogenannten Sprungretter auf, ein zum Teil mit Pressluft gefülltes Polster. Als der Mann ein Stück zur Seite ging, um dem Sprungtuch auszuweichen, gelang es der Hamelnerin und dem Kommissar, den Senior zu ergreifen. Der Mann soll mit dem Ausgang eines Gerichtsverfahrens unzufrieden gewesen sein, hieß es.

Alexander Agzamov (o.) sorgte dafür, dass ein Mann aus der Weser gerettet wurde. Foto: fn/ube
  • Alexander Agzamov (o.) sorgte dafür, dass ein Mann aus der Weser gerettet wurde. Foto: fn/ube


Alexander Agzamov (23 Jahre): „Retter ziehen Mann aus eiskalter Weser“ lautete eine Dewezet-Überschrift aus dem Dezember. Feuerwehrleute haben am frühen Morgen des 16. Dezember einen Mann vor dem Ertrinken gerettet. Der 37-Jährige war um kurz nach 5 Uhr in der Nähe der Pfortmühle in die Weser gefallen. Alexander Agzamov war auf verzweifelte Hilferufe aufmerksam geworden. Der Industriemechaniker war zu Fuß auf dem Weg zur Arbeit. Beim Blick hinter die Mauer der Weserpromenade entdeckte Agzamov den im Wasser liegenden Mann. Mit letzten Kräften hatte sich dieser an einem Eisenteil und einer Mauerspalte festgehalten. Alexander Agzamov wählte die 112. Der junge Mann sprach dem 37-Jährigen fortwährend Mut zu. „Ich will nicht sterben“, habe der im Wasser stehende Mann immer wieder gesagt. Agzamov bot ihm an, sich über die Mauer zu hangeln, damit der Hilflose sich an seinen Beinen festhalten könne. Doch der habe abgelehnt, sagte der Mechaniker. „Ich will dich da nicht runterziehen, dann ertrinken wir beide“, soll der Hilflose geantwortet nicht haben. Wenig später trafen die alarmierten Helfer ein und retteten den 37-Jährigen aus dem Wasser. fn/ube

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