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Dichterwettstreit an der Weser / Hamelnerin holt den 3. Platz

Die Vorleser

Hameln. Eine Handvoll wortgewandter Sprachakrobaten, ein Mikrofon und eine Bühne – mehr braucht es nicht, um einen Poetry Slam auf die Beine zu stellen. Auch wenn diese moderne Interpretation des mittelalterlichen Dichterwettstreits mit vergleichsweise bescheidener Requisite auskommt, so sind die Vorträge der einzelnen Teilnehmer in der Regel rhetorisch ausgefeilt, tiefsinnig und stilistisch gekonnt inszeniert. So auch beim diesjährigen Poetry Slam in der Hamelner Sumpfblume.

veröffentlicht am 29.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 14:41 Uhr

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Autor:

Andreas Winterholler
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Sieben Poeten aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter auch Wilfried Giese und Julia Ustinski aus Hameln, stellten sich der Herausforderung. Nach einer mehr als konkurrenzfähigen Anmoderation durch den Mitinitiator Tobias Kunze, der – selbst ebenfalls erfolgreicher Poet – das Publikum durch den Abend führte, wurden die Teilnehmer zum Vortrag einzeln auf die Bühne gebeten. Die Bewertung der Beiträge wurde sofort im Anschluss durch eine fünfköpfige Jury mittels Punktetafeln im Skalenbereich 1 bis 10 vorgenommen. Bei zwei Streichresultaten konnten die Teilnehmer so ein Maximalergebnis von 30 Punkten einfahren. Zusatzpunkte wurden direkt durch das Publikum vergeben. So durfte jeder Zuschauer seinem persönlichen Favoriten am Ende des Vorlaufs eine Rose schenken. Pro Rose wurde den Teilnehmern jeweils ein zusätzlicher Punkt gutgeschrieben. Am Ende sollte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen beziehungsweise ein Wort-an-Wort-Rennen werden: Julia Ustinski gelang als Lokalmatadorin der Einzug ins Finale, in dem sie dann den 3. Platz belegte. Für die 25-jährige BWL-Studentin aus Hameln war es erst die 2. Teilnahme an einem Slam Contest. Ihr sehr gutes Abschneiden gegen versierte Konkurrenten aus Köln, Nürnberg und Remscheid zeigt, dass sie nicht nur – wie der Titel einer ihrer Vorträge vermuten lässt – „Lebenshunger“, sondern auch eine große Portion Talent hat. Sieger des Wettbewerbs wurde der Kölner Interpret Sim Panse, der das Publikum durch einen fünfminütigen komplett frei gehaltenen Vortrag auf seine Seite ziehen konnte. Großes Lob erntete auch das Team der Sumpfblume, das mit dazu beigetragen hatte, der Veranstaltung einen stimmungsvollen Rahmen zu geben.

Die jungen Poeten, in der Mitte Lokalmatadorin Julia Ustinski.aw



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