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Im Namen Fröbelweg steckt nicht nur die Erinnerung an den Begründer des Kindergartens

Die Straße mit den vielen Namen

HAMELN. So wie in alten Gemäuern Geschichten stecken, so sind auch in Straßennamen Erzählungen verborgen. In der Reihe „Straßen-Geschichten – woher kommen Straßennamen?“ spürt die Dewezet-Redaktion diesen Geschichten in einer losen Reihe nach. Heute geht es um den Fröbelweg.

veröffentlicht am 15.03.2019 um 16:57 Uhr

Von den vier Häusern auf dem Bild von etwa 1935 sind nur die beiden in der Mitte übrig geblieben. Foto: Stadtarchiv Hameln
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Der Fröbelweg ist zwar nur eine kleine und unscheinbare Straße am Rande der Altstadt. Doch sie hat viel zu erzählen. Zu verdanken hat sie das vor allem den vielen verschiedenen Namen, die sie im Laufe der Jahrzehnte bekam. Da wäre zunächst Friedrich Fröbel (1782-1852), der Begründer des Kindergartens.

. Der Pädagoge stiftete im Jahre 1840 in Bad Blankenburg den ersten „Allgemeinen Deutschen Kindergarten“. In Hameln wurde der erste Kindergarten nach fröbelschem Vorbild am 11. Oktober 1886 eröffnet, und zwar durch die examinierte „Kleinkinderlehrerin und Kindergärtnerin“ Käte von Mielecka, wie es Gerhard Piepers Buch „Hamelner Straßen“ heißt. Zu seinem heutigen Namen kam der vom Ostertorwall abgehende Fröbelweg erst 1973. Vermutlich im Zuge der Gemeindereform. Bis dahin hieß der Fröbelweg nämlich noch Teichstraße, benannt nach Lüders Teich, der über einen Fußweg von der Straße aus erreicht werden kann. Der Teich ist ein Überrest des einstigen Stadtfestungsgrabens, der wiederum nach dem Kaufmann Carl Lüder (1809-1891) benannt ist. Lüder baute an der Mühlenstraße 8 sein Wohnhaus und damit als erster überhaupt ein Gebäude auf das 1850 an die Stadt übergebene ehemalige Festungsgelände. Die angrenzende Freifläche bildet den nach ihm benannten Lüders Park, 1956 wurde die Lüderstraße im Industriegebiet Süd nach ihm benannt. Carl Lüder setzte sich seinerzeit stark für den Anschluss Hamelns an das Eisenbahnnetz ein.

Im Zuge der Gemeindereform wurde aus Teichstraße dann der Fröbelweg, weil es in Hastenbeck, das an Hameln angeschlossen wurde, bereits eine Teichstraße gab. Aber das waren noch nicht alle Namen des Fröbelweges. Bevor die Hamelner Teichstraße 1909 zu ihrem Namen kam, hieß die Straße Pietschgasse, wie Pieper zufolge aus Adressbüchern aus den Jahren 1906 und 1907 hervorgeht. Adolf Pietsch war Kaufmann, der 1884 den Rattenfänger spielte und in der später nach ihm benannten Straße von 1883 bis 1898 wohnte.

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