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Kilowattstunde ab 1. Februar wegen gesetzlich vorgeschriebener Abgabe um 1,67 Cent teurer

Die Stadtwerke erhöhen den Strompreis

Hameln (HW). Der Ausbau erneuerbarer Energien schreitet immer mehr voran. Zum Leidwesen der Stromverbraucher. Denn der Gesetzgeber unterstützt die Energiegewinnung aus Wind, Sonne, Wasser, Biomasse oder Erdwärme durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit einer Einspeisevergütung für den Anlagenbetreiber. Durch eine Kostenumlage auf den Strompreis muss die Förderung erneuerbarer Energien allerdings von allen Verbrauchern gemeinsam getragen werden. Deshalb sind die Stromanbieter, und damit auch die Stadtwerke Hameln und Weserbergland, verpflichtet, diese vorgeschriebene EEG-Umlage zu erheben. Und das bedeutet für die Stromkunden: Der Saft aus der Steckdose wird teurer. Und zwar zum 1. Februar 2011 im Normaltarif um 1,67 Cent auf 23,21 Cent pro Kilowattstunde. Der Grundpreis für den Zähler bleibt mit 59,88 Euro pro Jahr unverändert. Im Spartarif regioplus.strom kostet die Kilowattstunde dann 21,15 Euro zuzüglich Jahresgrundgebühr in Höhe von 116,40 Euro.

veröffentlicht am 14.12.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 11:41 Uhr

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„Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3000 Kilowattstunden bedeutet das eine monatliche Mehrbelastung von 4,18 Euro. Die Stadtwerke erzeugen immer mehr Strom in eigenen Anlagen, doch die Endpreise, die die Kunden bezahlen müssen, können wir nur zum Teil beeinflussen. Steuern, Abgaben und Umlagen, die gesetzlich vorgegeben sind, erhöhen den Strompreis maßgeblich mit“, begründet Susanne Treptow. Die Geschäftsführerin der Stadtwerke Hameln gibt den Kunden zwar eine Preisgarantie bis Ende des kommenden Jahres, schließt aber schon jetzt wegen der im EEG vorgeschriebenen Umlage eine weitere Strompreiserhöhung für 2012 nicht aus.

„Die Optimierung der Strombeschaffung ermöglichte es uns in diesem Jahr, diese gestiegene gesetzliche Abgabe zu kompensieren. Das ist jetzt aber nicht mehr möglich“, sagt Helmut Feldkötter, Geschäftsführer der Stadtwerke Weserbergland. Sein Kollege Jürgen Peterson ergänzt: „Immerhin geben wir die Steigerung nicht voll weiter, sondern erst einen Monat später. Zum 1. Februar aber ist sie unumgänglich. Das müssen wir unseren Kunden leider aufbürden.“

Und Susanne Treptow rechnet vor: „Für das Jahr 2011 steigt der Anteil der Kosten für die Umlage gemäß EEG von netto 2,047 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde. Das bedeutet allein für die Stadtwerke Hameln einen Betrag von 7,5 Millionen Euro. Das ist nicht mehr aufzufangen, wollen wir keine roten Zahlen schreiben.“

Billiger ist der Strom dagegen bei den Stadtwerken Bad Pyrmont. Im Haushalts-Normaltarif muss der Kunde in der Kurstadt ab Januar 22,89 Cent bezahlen. Hinzu kommen 59,50 Euro pro Jahr Grundgebühr für den Zähler. e.on Westfalen Weser bietet die Grundversorgung für 23,04 Cent pro Kilowattstunde an. Hinzu kommen ein jährlicher Zählerpreis von 41,02 Euro sowie ein Zuschlag von 38,08 Euro.

So lässt sich im Haushalt ohne aufwendige Messungen und große Investitionen Strom sparen:

Abschaltautomatik für Licht im Flur oder Treppenhaus einbauen.

Elektrogeräte nach Gebrauch grundsätzlich ausschalten.

Energiesparlampen verwenden.

Geräte, die nach dem Ausschalten noch Strom verbrauchen (TV, Computer, Drucker, Bildschirm etc.) durch Steckerleiste mit Schalter vom Netz trennen.

Ladegeräte vom Netz nehmen (Handy, Rasierer, elektrische Zahnbürste etc.).

Nur volle Maschinen waschen. Die ½-Taste spart nicht wesentlich.

Nur bei Schmuddelwäsche eine höhere Temperatur einstellen, normal schmutzige Wäsche wird auch bei 40 Grad Celsius sauber.

Sparprogramme nutzen: 60 statt 90 Grad, 40 statt 60 Grad Celsius. Auf die Vorwäsche verzichten.

Bügeleisen rechtzeitig ausschalten und mit der Restwärme zu Ende bügeln.

Topf beim Kochen auf die passende Herdplatte stellen.

Mit Deckel kochen.

Passenden Deckel und Töpfe mit glattem Boden verwenden.

Mit möglichst wenig Flüssigkeit kochen.

Kochplatte und Backofen zehn Minuten vorher abschalten und die Nachwärme nutzen.

Kühlschrank nicht neben Wärmequellen wie Heizung, Herd, Geschirrspüler oder Waschmaschine stellen.

Kühlschrank regelmäßig abtauen.

Keine heißen Speisen oder Getränke in den Kühlschrank stellen, um Eisbildung und höheren Energiebedarf zu vermeiden.

Das, was auf dem Stromzähler steht, kostet ab 1. Februar mehr Geld – und zwar 1,67 Cent pro Kilowattstunde.

Foto: Bilderbox



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