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Die Schwächsten bleiben auf der Strecke

veröffentlicht am 15.12.2011 um 17:05 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Hameln-Pyrmont (ni). Der eingeleitete Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik macht der kreiseigenen Beschäftigungsgesellschaft Impuls zu schaffen. Dem gemeinnützigen Unternehmen fehlt das Geld, um schwer vermittelbaren Langzeitarbeitslosen in Zukunft einen bezahlten Job im Impuls-Wirtschaftsbetrieb oder in der Impuls-Dienstleistungsagentur anbieten zu können. Denn „gewerbliche Arbeit im Rahmen zusätzlicher Beschäftigungsverhältnisse soll nicht mehr gefördert werden“, sagt Impuls-Geschäftsführer Wolfgang Meier.

Die Reform der Eingliederungsinstrumente für Arbeitslose lässt sich verkürzt auf die Formel bringen: Gefördert wird, wer gute Chancen auf eine Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt hat. Von der Förderung weitgehend abgehängt werden diejenigen, bei denen eine Vermittlung schwieriger, wenn nicht aussichtslos sein dürfte. Dazu gehören Langzeitarbeitslose und Ältere, Alleinerziehende und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen.
Genau diese Gruppe konnte als fest angestellte Mitarbeiter in den Impuls-Betrieben zumindest einen Teil ihres Lohnes mit Garten- und Grünpflegearbeiten, Haushaltsauflösungen und Umzügen, Renovierungsarbeiten, Aktenvernichtung oder Recycling von Altpapier selbst verdienen.

Durch die drastischen Kürzungen bei den Beschäftigungszuschüssen werden bei Impuls fast 40 Arbeitsplätze vernichtet. Meier bedauert das um so mehr, als dass sich die gemeinnützige GmbH durch die vom Bund beschlossene Reform zwangweise immer weiter von dem Auftrag entfernen muss, der ihm bei seiner Gründung 1999 mit auf den Weg gegeben wurde: die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen für benachteiligte und gehandicapte Menschen, die den hohen Leistungsanforderungen des regulären Arbeitsmarktes nicht gewachsen sind.

Schwer vermittelbare Arbeitskräfte sind unter anderem als Umzugshelfer tätig. Foto: Bilderbox

In unserer Printausgabe vom Freitag erläutert Vera G., was der Jobverlust für Folgen für sie mitbringt. Zudem kommen Kunden wie beispielsweise Gerold Lange-Kabitz oder Renate K. zu Wort und erzählen, was der Verzicht auf die Arbeitskräfte der Dienstleistungsagentur für sie bedeutet.



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