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Ende der Saison: Gestern letzte Aufführung des Musicals „Rats“/ Was die Akteure im Winter machen

Die Ratten verlassen das singende Schiff

Hameln. … und tschüss! Der letzte Song ist verklungen. Das „Rats“-Ensemble verabschiedet sich. Ende der Saison. Im nächsten Jahr geht’s weiter. Nach anstrengenden 17 Aufführungen in den vergangenen Monaten und einem Sondergastspiel zum Pflasterfest können die Darsteller jetzt erst einmal tief durchatmen. Die Ratten verlassen das singende Schiff – und können endlich die Hände in den Schoß legen.

veröffentlicht am 05.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

Karin Rohr und Annika heinemeyer
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Wie bitte? Hände in den Schoß legen? Da lächeln die Stars aus Hamelns Erfolgsmusicals nur müde. Denn auch in der Winterpause geht’s mit geballter Kraft weiter, füllen Termine die privaten Kalender, werden Engagements wahrgenommen, gibt es eine ganze Latte von Aktivitäten, für die vorher keine (oder nur wenig) Zeit war. „Rattenkönig“ Bohdan-Artur Swiderski, der ohnehin gern auf mehreren Hochzeiten tanzt, spielt unter anderem Theater in Hannover, wirkt in Filmen mit, ist als Synchronsprecher gefragt und dreht Werbeclips. Als Halunke treibt er auch im Winter in der Rattenfängerstadt sein Unwesen: „Er gehört fest zum Ensemble der Erlebnisführung ,Henker, Hexen und Halunken’“, erklärt HMT-Chef Harald Wanger.

„Rattenfänger“ Valentino Karl bleibt auch in der „Rats“-Pause dem Genre treu: Er wirkt in verschiedenen Musicals mit, ist in der Wiederaufnahme der 70er-Jahre-Schlagerrevue „Immer wieder sonntags, Teil 2“ zu bewundern, spielt Theater in Hanau und tritt im Hamburger „Tivoli“ auf. Auch „Bürgermeister“ Tilman Birschel wurde für etliche Konzerte und Operetten verpflichtet, ist beispielsweise in Schuberts „Winterreise“ in Hannover und in Mozarts „Zauberflöte“ zu hören. Daneben gibt er Gesangsunterricht und studiert mit seinem eigenen Ensemble „Oper an der Leine“ bis zum Frühjahr 2014 eine moderne Version von „Max und Moritz“ ein. Und das „behinderte Kind“ aus dem „Rats-Musical, Sina-Mareike Schulte, sitzt wieder im Hörsaal: Die einstige Vikilu-Schülerin, die gerade ein Praktikum bei der HMT absolviert, schaltet im Studium einen Gang höher: Drei Semester Germanistik, Kommunikations- und Medienwissenschaften hat sie bereits hinter sich, noch zwei weitere Jahre vor sich: „Auch das Praktikum bei der HMT war im Rahmen des Studiums“, erzählt sie. Für alle gibt’s noch viel zu tun – und sie packen es an.

Gestern aber glänzten sie noch mal im Kult-Musical „Rats“. Und wieder drängte sich das Publikum vor der Hochzeitshaus-Terrasse, um den mitreißenden, eingängigen Melodien zu lauschen und die spannende Handlung zu verfolgen, darunter auch viele Hamelner, die sich an „Rats“ nicht satthören können. Zwischen 1500 und 2500 Gäste genossen durchschnittlich während der 14. Saison jeden Mittwoch das flotte Bühnenspektakel. Neben den arrivierten Stars wie Bohdan-Artur Swiderski und Tilman Birschel überzeugte auch in diesem Jahr Sina-Mareike Schulte als „behindertes Kind“, und auch der neue „Rattenfänger“ Valentino Karl punktete beim Publikum. Die „Ratsherren“ Heiko Fuhrmann und Claus Lindner gehören übrigens zu den Akteuren, die seit Anbeginn noch keine „Rats“-Vorstellung verpasst haben. Hut ab! Und natürlich wurden die Hauptrollen auch in diesem Jahr perfekt ergänzt durch ein hochmotiviertes Team aus Anke Rettkowskis Musical-Schule.

Als Besucher-Magnet für die Rattenfängerstadt lobte Bürgermeisterin Sylke Keil zu Beginn die Show und freute sich, dass Sponsoren und Partner auch in diesem Jahr dem Musical „Rats“ treu geblieben sind, allen voran die beiden Hauptsponsoren Stadtwerke Hameln und Sparkasse Weserbergland.

Entspannt und mit dem Saisonverlauf zufrieden zeigten sich Musical-Darsteller, Veranstalter und Sponsoren bei der Abschlussfeier im Infocenter. Mit von der Partie: die ersten, bereits angereisten Künstler des „Päpstin“-Musicals, die ihren „Rats“-Kollegen Lob und Anerkennung zollten. „Heute Finale des Musicals ,Rats’, morgen Premiere des Musicals ,Die Päpstin’ – besser kann es für die Musicalstadt Hameln gar nicht laufen“, freute sich HMT-Chef Harald Wanger: „Diese tolle Kombination hatten wir noch nicht.“



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