weather-image
Mr. Hurley und die Pulveraffen auf Tortuga Tour

Die Piraten sind da

HAMELN. Dreispitze, Rüschenhemden, Gehröcke und die ledernen Hosen vieler Besucher des Konzerts von Mr. Hurley und den Pulveraffen prägen schon vor dem Eingang der Sumpfblume das Bild.

veröffentlicht am 25.11.2018 um 13:32 Uhr

Tavernenstimmung in der Sumpfe – Piraten auf und vor der Bühne. Foto: hx

Autor:

Peter Höxter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Weit über 500 Anhänger deutschsprachiger „Piratenmusik“ freuen sich nicht allein auf die Hauptband, sondern auch auf die vorab spielenden „Kapeiken“ aus Hamburg.

Mit den „Pulveraffen sind sie schon öfter aufgetreten, auch das Publikum kennt sie gut. Ihre Lieder im „Phantasy Rock bis Rock ’n’ Roll“-Stil tragen so martialische Namen wie „Endgegner“, „Drauf“ oder „Hymne auf Stahl“. Doch das Outfit von „Lupullus“ am Bass, „Finnen“ an der Djembe, „Don Porno“ am Cajon, „Miss Geschick“ als Sängerin und dem Frontmann „Fistus Famos“ mit Gitarre und Gesang ist eher filigran vom Rokoko geprägt. Vom Start weg war das Publikum voll dabei und sang die gute Laune Texte wie bei „Hexen tanzen“ begeistert mit. Bassläufe und Gitarrenriffs zeigten, dass die Band neben eingängigen Texten auch das musikalische Handwerk erstklassig beherrscht. Mit rollendem Rhythmus intonierten sie Passagen wie „Das Harte muss ins Weiche“, ja – jugendfrei war nicht jeder Text. So eingestimmt war es für „Mr. Hurley und die Pulveraffen“ ein leichtes, die gute Stimmung aufzugreifen und weiter voranzutreiben. Übrigens war „Mr. Hurley“ in der Piratenzeit in der Karibik ein geläufiger Name wie heutzutage Müller, Meier oder Schulze. Mit rockig arrangiertem Folk – natürlich kennt das Publikum auch hier die ausschließlich deutschen Texte auswendig – begeisterte die Band, die aus den Geschwistern „Mr. Hurley“ an der Akustik Gitarre und Gesang, „Buckteeth Bannock“ am Schifferklavier, „dem einäugigen Morgan“ mit Percussion und Gesang sowie „Pegleg Peggy“ am E-Bass besteht. Bereits mit ihrem Opener „Tortuga“ brachten sie trotz sparsamer Instrumentierung eine gewaltige Klangfülle auf die Bühne und ins lautstark mitgehende Publikum. Nicht unerheblich dabei der Anteil ihres langjährigen Tontechnikers Florian Spille, der es schaffte, die „Tavernenstimmung“ mit differenziert hörbaren Instrumenten zu mischen. Die aus dem karibischen Osnabrück stammende Band, die allein für ihre Kostümierung und Maske rund 30 Minuten Vorbereitung benötigt, ließ dem Publikum keine Atempause, die Hände waren zum Klatschen und Schunkeln nahezu immer oben und vermutlich waren nicht nur die Stimmbänder der Band nach dem Konzert malträtiert. Jenny und Christian, gewandet im Stil der Band, waren eigens aus Köln angereist. Sie hatten die „Pulveraffen“ auf der Hochzeitsreise kennen gelernt und sind seitdem treue Fans. Bei dem von Mr. Hurley auf der Gitarre solo vorgetragenen Stück „Karibische Weihnachten“ kam dann auch einmal ein sentimentaler Touch auf, Feuerzeugromanik inklusive. Doch dann ging es rasch piratenmäßig wild weiter. „Unsere Lieder sollen in erster Linie Spaß machen“, erläutert Mr. Hurley im Dewezet-Gespräch, „doch wir haben auch Titel mit Aussagen im Programm“. Einen davon, „Wär ich Governeur“, mit einem Statement gegen Populismus und Machtmissbrauch, präsentierte die Band gegen Ende des nunmehr fast drei Stunden dauernden Konzerts. Zum Abschluss folgte ein Medley im ganz eigenen Stil von „Whisky in the Jar“ über „Ring on Fire“, „Yellow Submarine“ bis zu „Freude schöner Götterfunken“.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt