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Veranstalter ziehen Bilanz und sprechen von Imagegewinn für die ganze Stadt / Letzte Vorstellungen ausverkauft

„Die Päpstin“ – ein Musical mit „Wow“-Effekt

Hameln. „Wow!!!“ hat ein Paar groß und fett auf den Zettel geschrieben, mit dem Besucher nach ihrem persönlichen Musical-Eindruck befragt wurden. Und damit kurz und knapp auf einen Nenner gebracht, was die überwältigende Mehrheit der Besucher empfunden hat: Die „Päpstin“ war eine Sensation. Die Inszenierung der Spotlight Musicalproduktion hat ihre beispiellose Erfolgsgeschichte aus Fulda in Hameln fortgesetzt. Vier Wochen lang gab’s hier „Die Päpstin“ satt – und nicht nur Hamelner konnten sich an dem Musical nicht sattsehen. Manche besuchten die Shows gleich mehrfach. Bühnenbild, Ensemble, Solisten, Musik – alles mit „Wow“-Effekt. Da sind sich Kritiker und Besucher einig wie sonst selten. Nicht nur aus dem gesamten Weserbergland, sondern aus ganz Niedersachsen und dem benachbarten Westfalen kamen die Theaterbesucher. „Allein über 1000 reisten aus der Landeshauptstadt an“, stellt Spotlight-Geschäftsführer und „Päpstin“-Produzent Peter Scholz erfreut fest. Mit über 22 000 Besuchern in 36 Vorstellungen und 90 Prozent Gesamtauslastung hat „Die Päpstin“ alle Erwartungen übertroffen und Hameln im Münsterjubiläumsjahr ein Sommermärchen der ganz besonderen Art beschert. „Das Wagnis Päpstin hat sich gelohnt“, fasst HMT-Chef Harald Wanger die ursprüngliche Risikobereitschaft und die abschließende Euphorie zusammen. Unter dem Strich steht nicht nur eine „schwarze Null“, sondern ein „Plus im fünfstelligen Bereich – und das alles ohne Steuergelder“, sagt Wanger. Schon das sei einmalig, bestätigt Scholz. Rekordverdächtig auch die Auswertungen der Befragungszettel, die eine Bestnote von 4,9 von 5 möglichen Punkten im Reservierungssystem Eventim ergaben, wie der „Päpstin“-Produzent ausführt. Zum Vergleich: „Als ich zuletzt nachgeschaut habe, gab’s für den ,König der Löwen’ nur die Bestnote 4,5 und für ,Tarzan‘ 4,7“, freut sich Scholz.

veröffentlicht am 15.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 14:21 Uhr

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Autor:

Karin Rohr
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Hameln, bislang vor allem als Rattenfängerstadt bekannt, hat sich dank des Musicalerfolges auch als „Päpstin“-Stadt einen Namen gemacht: „Das Gastspiel war ein klarer Imagegewinn für Hameln, es hat sich positiv für die gesamte Stadt ausgewirkt“, meint HMT-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Meyer-Hermann zufrieden. Stadtmanager Dennis Andres bestätigt: „Hameln war weit über die Region hinaus im Gespräch, das hat auch einen spürbaren wirtschaftlichen Effekt gehabt.“ Nicht nur die Hotels in Hameln, sondern auch in der Umgebung profitierten von den Besuchern, und auch Gastronomie und Einzelhandel verzeichneten zahlreiche kaufkräftige Gäste. „Die meisten kamen übrigens mit dem eigenen Pkw und haben sich an dem Parkleitsystem der Stadtwerke orientiert“, stellt Wanger fest. Die Tiefgaragen waren voll. Bustouristen seien dagegen mit etwa 10 Prozent deutlich unter den Erwartungen zurückgeblieben.

Breitgefächert auch das Spektrum der Besucher, das alle Generationen umfasste: Am stärksten vertreten waren Familien, Einzelreisende und Paare sowie Frauengruppen. Jüngster Gast war ein vier Wochen altes Baby, das allerdings vorzeitig die Vorstellung verlassen musste, „weil es zu Tränen gerührt war“, wie Andres mit einem Augenzwinkern anmerkt. Der älteste Besucher war über 90 Jahre alt und zum ersten Mal im Hamelner Theater, wie er freimütig zugab. „Aber wohl nicht zum letzten Mal“, meint Wanger; denn auch andere Gäste hätten dank der „Päpstin“ das Hamelner Theater erstmals für sich entdeckt und jetzt hoffentlich Blut geleckt.

Komplimente von Peter Scholz gab es nicht nur für die Veranstalter und den nimmermüden Einsatz seiner Mitarbeiter, die ohne zu murren bis an ihre Leistungsgrenzen gegangen sind, sondern auch für den stets aktuellen und informativen Internet-Auftritt von HMT und Stadtmarketing. Und: „Die Darsteller haben sich in der Stadt wohlgefühlt, auch im Theater lief alles reibungslos“, lobt Scholz.

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  • „Wow!!!!“ vermerkt ein Besucherpaar auf seinem Fragezettel.

Pech, wer die „Päpstin“ noch nicht gesehen hat – die Chancen für die letzten Shows bis zur Derniere am Sonntag stehen schlecht: Alle Vorstellungen sind ausverkauft. Nur mit Glück ergattert man noch eine Karte, falls ein anderer verhindert ist. „Hingehen und hoffen“, rät Wanger.

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