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Neues Konzept soll Kunden locken

Die Osterstraße will’s jetzt wissen

Hameln (kar). „Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berg gehen“, lautet eine Redensart. Was nichts anderes heißt, als dass man selbst aktiv werden muss, wenn’s nicht läuft. Das gilt auch für sich verlagernde Kundenströme in der Innenstadt – und die Osterstraße, die ins Abseits zu geraten droht. „Wir müssen unbedingt was machen“, ist sich Prontamoda-Chefin Judith Ostendörfer mit anderen dort ansässigen Geschäftsleuten einig, die gemeinsam mit dem Stadtmarketing die Osterstraße verstärkt ins Blickfeld rücken möchten. Zu bieten habe diese historisch gewachsene Einkaufsmeile trotz einiger Geschäftsleerstände genug, ist Ostendörfer überzeugt: „Es gibt hier viele kleine, edle Fachgeschäfte.“ Wie gut die ankommen, wenn man die Kunden erst mit der Nase drauf stößt, habe der Mittelaltermarkt „Mystica Hamelon“ gezeigt: „Da hatten wir einen Riesen-Zulauf und haben viele neue Kunden und Fremdkunden gewonnen“, so Ostendörfer.

veröffentlicht am 06.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 13:41 Uhr

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Rund 20 Firmen und Institute ziehen jetzt schon an einem Strang und machen sich für die Interessen der Osterstraße stark. Weitere sollen folgen. Mit 500 Euro pro Laden und Jahr sind sie dabei. „Aus diesem Budget finanzieren wir Aktionen“, sagt die Prontamoda-Chefin als Sprecherin der noch jungen IG. In anderen Stadtquartieren gibt es diese Interessengemeinschaften bereits: So rühren Geschäftsleute für die Bahnhofstraße und für die Wendenstraße die Werbetrommel, und auch in der Fischpfortenstraße hat es schon gemeinsame Aktionen der Anlieger gegeben.

In der Osterstraße war man sich nach vier Treffen einig: „An jedem zweiten Samstag soll was los sein“, sagt Judith Ostendörfer. Von Anfang an eingebunden wurde Stadtmanager Stefan Schlichte: „Wir fördern solche Initiativen, solange sie unter dem Dach des Stadtmarketings bleiben“, sagt Schlichte: Nur so sei ein einheitlicher Auftritt nach außen zu gewährleisten. Im Sinne der Quartierentwicklung brauche die Osterstraße jetzt Unterstützung und stehe daher für das Stadtmarketing im Fokus: „Wir arbeiten Hand in Hand mit der Interessengemeinschaft.“ Im Klartext heißt das: „Die Kreativarbeit wird gemeinsam geleistet, die Umsetzung erfolgt über das Stadtmarketing“, so Schlichte. Auf drei Säulen fußt das Marketing-Konzept für die Osterstraße: „Erstens Kultur, zweitens Events und drittens Einkaufsvorteile“, listet der Stadtmanager auf. Walk-Acts, Live-Musik und Kleinkunst soll es künftig jeden zweiten Samstag im Monat in der Osterstraße geben. Als Event wird ein großes Osterstraßenfest am 8. Mai mit Hochseilgarten und Modenschau ins Auge gefasst. Angedacht sind auch schon Einkaufsvorteile wie Parkvergünstigungen oder Gebührenerstattungen, Servicedienstleistungen wie Taschen abgeben oder zum Auto tragen, und Rabatte. Alle diese Aktivitäten sollen dazu dienen, Kunden die Osterstraße schmackhaft zu machen. Denn die zur Zeit noch leerstehenden, großen Ladenflächen schrecken viele ab: „Ich hab mich mal am Hochzeitshaus hingestellt und die Leute beobachtet“, erzählt Judith Ostendörfer: „Auf der Höhe des ehemaligen Hertie-Hauses drehen sie um, weil sie denken, jetzt kommt nichts mehr.“ Dabei geht’s dann erst richtig los mit den kleinen hübschen Läden, die „ein Gegengewicht zur Stadt-Galerie und der Bäckerstraße“ bilden, findet Ostendörfer.

Ein Name ist Programm: Zu Ostern hat die Interessengemeinschaft Osterstraße erstmals mit einer Aktion für ihr Geschäftsquartier geworben. Osterhasen verteilten in der Innenstadt Schoko-Eier an Passanten und informierten auf Flyern über die Einkaufsmöglichkeiten in der Osterstraße. Künftig wird dort in Absprache mit dem Stadtmarketing jeden zweiten Samstag was los sein.

Foto: Dana



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