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Kein einheitliches Beleuchtungskonzept wegen leerer Kassen / Baustelle: „Partyzelt“ wieder im Einsatz

Die Münsterbrücke wird zum Lampenladen

Hameln (ni/ww). Edles Naturstein-Pflaster und ein Beleuchtungskonzept wie aus einem Guss für die Fußgängerzone, „gewachsene Verschiedenartigkeit“ im übrigen Stadtbild: Das Lampen-Sammelsurium, das zurzeit das Bild auf der und rund um die Münsterbrücke bestimmt, wird nur teilweise bereinigt. Die Leuchten auf dem Platz vor der Elisabeth-Selbert-Schule und entlang der Mauer gegenüber dem Hotel Stadt Hameln bleiben ebenso stehen wie die beiden mit Strahlern bestückten Masten am Ostteil der Brücke. Im weiteren Verlauf der Quere über die Weser sollen künftig 22 neue Laternen des Modells „Triangel“ für ausreichende Helligkeit sorgen.

veröffentlicht am 05.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 10:41 Uhr

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Fragen der Ästhetik, denen mit einem einheitlichen Beleuchtungskonzept ähnlich dem für die Innenstadt hätte aus dem Weg gegangen werden können, hat die Stadt sich angesichts leerer Kassen offenbar verkniffen. Die Masten am Ostufer abbauen, heißt es, „wäre zu teuer geworden“. Sich für die wuchtigen Solarleuchten als einheitliche Lichtquelle für die gesamte Brücke zu entscheiden aber auch: Die im Fachjargon „Pylonen“ genannte Konstruktion habe sich nicht bewährt. Um die häufig defekten Strahler – insgesamt 36 an der Zahl – auszutauschen, musste jedes Mal ein Hubwagen anrücken und eine Fahrspur gesperrt werden. Und der von den Solarzellen an den Masten produzierte Strom habe noch nicht einmal ausgereicht, um den Energieverbrauch der Strahler zu decken – weshalb sich die Begeisterung über den praktischen Nutzwert der Leuchten „doch in sehr engen Grenzen“ halte, so Hamelns Pressesprecher Thomas Wahmes.

Das Modell Triangel dagegen sei dank LED-Technik nicht nur sparsam im Verbrauch, sondern zudem auch noch „wartungsarm“. Das einzige Argument, das dagegen spricht, auch den Bereich vor der Brücke mit diesem Lampentyp auszustatten, sind offenbar die Kosten. Funktionierende Leuchten nur der Optik wegen auszutauschen – dafür habe die Stadt kein Geld, sagt Wahmes. Mit der „gewachsenen Verschiedenartigkeit“ der Laternen in Hameln und dem sich darin widerspiegelnden Zeitgeist müsse man sich bis auf Weiteres eben arrangieren.

Noch vor Beginn des Weihnachtsmarktes soll der derzeit über eine Behelfsbrücke umgeleitete Verkehr dann auch wieder über die Münsterbrücke fließen, zumindest über einen Teil davon. „Im Bauzeitplan vorgesehen ist, Ende November zwei der vier Spuren freizugeben und die Behelfsbrücke abzubauen“, sagt Markus Brockmann, Leiter der Hamelner Planungsabteilung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Die Fahrbahn zwischen den inzwischen fertig betonierten Geh- und Radwegen wird zurzeit noch mit einer Kunststoffschicht abgedichtet. Anschließend werden zwei Schichten Gussasphalt, eine Schutz- und eine Deckschicht, aufgetragen – für eine konstante Temperatur und gleichbleibendes Klima sorgt dabei wieder das Zelt, welches der Baustelle bereits im August die Optik einer „Partymeile“ verliehen hat.

Nachdem die Behelfsbrücke verschwunden ist, kann auch endlich der Fußgängertunnel saniert sowie die Rampe auf der Nordwest-Seite gebaut werden. Die endgültige Fertigstellung der Brücke und die Freigabe aller vier Fahrspuren wird sich voraussichtlich noch bis ins Frühjahr 2013 hinziehen, je nachdem, wie kalt und feucht der Winter wird.

Funktionierende Leuchten nur der Optik wegen gegen andere austauschen? Dafür fehlt der Stadt das Geld. Daher beleuchten künftig drei unterschiedliche Lampentypen die rundum erneuerte Münsterbrücke.

Foto: Dana



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