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Baumstamm blockiert Schiffsschraube und Ruder

Die „MS Hameln“ hängt in Rinteln fest

HAMELN/RINTELN. Die „MS Hameln“ hängt fest. Das Schiff von der Flotte Weser liegt am Anleger in Rinteln gewissermaßen vor Anker. Treibgut ist zwischen Schiffsschraube und Ruder eingeklemmt, sodass am Dienstag die geplante Weiterfahrt nicht möglich war.

veröffentlicht am 31.01.2019 um 17:12 Uhr
aktualisiert am 31.01.2019 um 19:50 Uhr

Zwangsaufenthalt in Rinteln: Die MS Hameln konnte am Dienstag nicht ablegen, weil sich ein Baumstamm (kleines Bild) zwischen Ruder und Schiffsschraube verkeilt hatte. Fotos: tol
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Die MS Hameln – MS steht für Motorschiff – sei gerade auf der Werft in Minden bei der Schiffsuntersuchungskommission gewesen, kurz: SUK, teilt Jörg Menze, Geschäftsführer der Flotte Weser, auf Anfrage mit. Das SUK sei gewissermaßen das Äquivalent zum TÜV. Auf dem Weg zurück habe die MS Hameln in Rinteln angelegt, weil zum einen die Durchfahrt in Fuhlen wegen des Brückenabbaus noch gesperrt gewesen sei und zum anderen, weil am Rintelner Anleger ein paar Kleinarbeiten vorzunehmen waren. Doch als es am Dienstagmorgen wieder nach Hameln gehen sollte, stellte die Besatzung um Schiffsführer Roland Rosenthal fest, dass sich zwischen Schraube und Ruder ein Baumstamm verkeilt hatte. „Glücklicherweise haben die Mitarbeiter das rechtzeitig festgestellt, bevor der Motor angeschmissen wurde, sodass ich nicht davon ausgehe, dass die Schraube beschädigt worden ist“, sagt Menze. Demnach werde er nur für die „Personalkosten und den Tauchereinsatz“ aufkommen müssen. Taucher stiegen am Donnerstag in die kalte Weser, um das Schiff von dem Treibgut zu befreien, so der Geschäftsführer.

Die MS Hameln ist laut Menze vor vielen Jahren auf der Arminiuswerft in Bodenwerder im Auftrag der einstigen Oberweserdampfschifffahrtsgesellschaft gebaut worden. Daraufhin sei das Schiff zunächst als MS Weserbergland auf der Weser rauf und runter geschippert. Durch verschiedene Verkäufe sei sie später auch auf dem Rhein und auf der Oder unterwegs gewesen. 2005 dann habe die Flotte Weser das Motorschiff aufgekauft und es nun auf den Namen MS Hameln getauft. Seitdem fährt das Schiff wieder im heimischen Gewässer.

Den Winter verbringt die MS Hameln, so wie andere Schiffe der Flotte Weser auch, entweder im Hamelner Hafen oder am Stockhof am Anleger an der Weserpromenade.

Jörg Menze ging am frühen Donnerstagnachmittag davon aus, dass es den Tauchern noch am selben Tag gelingen werde, die MS Hameln aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Bestätigen ließ sich diese Information sowie die Frage, ob das altgediente Schiff es wieder in den heimischen Hafen geschafft hat, bis Redaktionsschluss allerdings nicht.

Erste Passagierfahrten der Flotte Weser werden Jörg Menze zufolge von Hameln aus im Übrigen wieder ab Mitte März unternommen. Die offizielle Saisoneröffnung folge dann am 28. April.



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