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Zacharias-Gruppe gewinnt Ausschreibung für großes Gewerk / Kosten am Schulzentrum liegen unter Plan

Die „Lüftung“ geht nach: Hameln

HAMELN. Es ist der bislang größte Auftrag auf der Baustelle Schulzentrum Nord, der in Hameln bleibt: Das Rennen um das Gewerk „Lüftung“ hat die Zacharias-Gruppe für sich entschieden.

veröffentlicht am 11.03.2018 um 13:12 Uhr

Vom Boden bis zum Dach Baustelle – der Frost hatte für Verzögerungen an Hamelns derzeit größter Baustelle gesorgt. Jetzt geht es am Albert-Einstein-Gymnasium und an der Integrierten Gesamtschule weiter. Foto: Dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Das Angebot der Zacharias-Gruppe lag 211 000 Euro unter den von der Stadt zuvor errechneten Kosten von gut 830 000 Euro. Bislang hatten Hamelner Unternehmen kleinere Gewerke gewonnen, deren Auftragssummen zwischen 20 000 und 176 000 Euro lagen. Auch absolut gesehen, gehört die „Lüftung“ zu den großen Gewerken mit der zu diesem Zeitpunkt viertgrößten Auftragssumme an dem Schulzentrum. Das bislang teuerste war der Rohbau mit 3,7 Millionen Euro, gefolgt von der Leichtmetallfassade, die kürzlich für 2,3 Millionen Euro an ein Unternehmen in Gehrden/NRW vergeben wurde.

Die Zacharias-Gruppe ist jetzt der elfte Betrieb, der aus Hameln stammt und an dem 30-Millionen-Euro-Projekt mitverdienen kann. Vier weitere Betriebe kommen aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont, alle anderen der 32 Gewerke gingen an Unternehmen, die jenseits der Kreisgrenzen ihren Sitz haben. Für alle gilt: Der Zeitplan ist straff.

Zwar liegen die Arbeiten laut jüngstem Bericht noch im Zeitplan, obwohl der Frost zu ungeliebten Unterbrechungen geführt hat. Angespannt sei der Zeitplan dennoch; als Ursachen werden Verzögerungen durch Rügen und Nachprüfverfahren genannt, die aus dem komplexen EU-weiten Vergabeverfahren resultierten.

Neue Mauern werden gezogen. Foto: Dana
  • Neue Mauern werden gezogen. Foto: Dana
Innen nehmen Flure und Räume an einigen Stellen schon Gestalt an. Fotos: Dana
  • Innen nehmen Flure und Räume an einigen Stellen schon Gestalt an. Fotos: Dana

Positives offenbart der Bericht hinsichtlich der Kosten: Trotz einiger Nachträge bei fünf Gewerken in Höhe von knapp 120 000 Euro unterschreiten die Gesamtkosten die berechneten um fast 368 000 Euro. Für Jubel wäre es zu früh: Derzeit sind erst für 9,8 Millionen Euro Aufträge vergeben worden, der Großteil steht also noch aus. Die Höhe der Nachträge wird in der Verwaltung entspannt gesehen: Gemessen an der Gesamtkostenprognose von 30 Millionen Euro, machten sie derzeit 0,39 Prozent aus. Gemessen an der bislang vergebenen Auftragssumme sind es 1,2 Prozent. „Generell kann man von einem erfolgreich abgeschlossenen Bauvorhaben sprechen, wenn die Nachtragskosten unter zehn Prozent der Bausumme bleiben“, heißt es aus dem Rathaus. Bei einem Bauvorhaben im Bestand müsse man immer mit Nachträgen für Unvorhergesehenes rechnen.

Im Gebäudeabschnitt der IGS sind derzeit die Arbeiten am Atrium im Block B in vollem Gange. Die Decken sowohl über der neuen Mensa, der Ebene null und dem neuen Foyer seien betoniert. Im AEG soll es in den Osterferien (19. März bis 3. April) im Obergeschoss weitergehen. Weil an dem Gymnasium neben Beamern auch noch Tafelkreide und Kreidetafel zum Einsatz kommen, wird im Flur des Obergeschosses ein längerer Waschtrog mit mehreren Wasserhähnen installiert, an dem die Schwämme ausgespült werden können. Zentral und nicht wie bisher in den Klassenzimmern muss er aufgrund neuer Hygienevorschriften liegen, damit regelmäßig Wasser durch die Leitungen fließt, um Keimbildung zu verhindern, was an dezentralen Stellen seltener der Fall wäre. Für die Sommerferien ist die Montage der Beleuchtung vorgesehen.


Info: Am Donnerstag, 15. März, tagt der Stadtentwicklungsausschuss ab 16 Uhr im Energietreff der Stadtwerke.

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