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Leser fragt: Warum nicht auch samstags?

Die Logistik hinter der Sperrmüllabfuhr

HAMELN. Probleme an der Fahrradstraße, Unverständnis beim Thema Müllabfuhr und die Stabilität der gelben Säcke - das waren die Themen am Dewezet-Lesertelefon.

veröffentlicht am 27.02.2018 um 20:06 Uhr

Ein KAW-Mitarbeiter wirft Sperrmüll in einen Müllwagen. Foto: dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Vorfahrt für Fahrradfahrer auf der Hamelner Scharnhorstraße – dagegen hat Claus Jäger gewiss nichts. Die Einführung einer speziellen Fahrradstraße stellt Jäger als Autofahrer jedoch immer wieder vor ein Problem: Er bemängelt die unzureichende Sicht beim Einbiegen von der Sandstraße in die Scharnhorststraße. Wegen des Friedhofszauns – dort trennen Holzbretter das Gelände von der Straße – kann Jäger nicht immer alle vorfahrtsberechtigten Fahrradfahrer rechtzeitig erkennen. Die Stadt habe zwar angekündigt, dort etwas zu tun, so Jäger, passiert sei bislang jedoch nichts. Auf Anfrage der Dewezet ist aus dem Rathaus zu hören, dass der Bretterzaun im Bereich der Friedhofsquere noch im Frühjahr ausgetauscht werden soll. Er werde durch Stabgitter ersetzt. „Der Zaun besteht aus senkrechten, dünnen Stäben, die bessere Sichtmöglichkeiten bieten“, kündigt Stadtsprecher Thomas Wahmes an.

Leser Hans Rehbein kann nicht nachvollziehen, weshalb die Kreisabfallwirtschaft (KAW) den Sperrmüll an der Hamelner Deisterstraße „ausgerechnet unter der Woche und zur Hauptverkehrszeit“ abholen muss. Unlängst hätten sich dadurch Staus gebildet, die bis zu beiden Weserbrücken gereicht hätten. Zumal Hameln doch ohnehin schon unter zu hohen Abgaswerten zu leiden habe, zumindest in der Deisterstraße. „Wieso“, fragt Rehbein, „holt die KAW den Sperrmüll an der Deisterstraße also nicht am Samstag ab, wenn weniger Verkehr ist?!“ Doch so einfach ist das Problem wohl nicht zu lösen. „Grundsätzlich gestaltet sich die Abfallentsorgung in der Deisterstraße stadtauswärts immer schwierig“, teilt Sandra Lummitsch, Sprecherin des Landkreises Hameln-Pyrmont, auf Anfrage mit. „Morgens kann dort aufgrund des dortigen Anlieferverkehrs, des Berufsverkehrs und der Pendlerbusse zum Bahnhof nicht mit drei Fahrzeugen gleichzeitig entsorgt werden.“ Und da die Sperrmülltouren in den Vormittagsstunden die Fernbereiche abführen, könne die Deisterstraße aus logistischen Gründen erst hinterher, also in den Mittags- und frühen Nachmittagsstunden, bedient werden. Zumal die Deisterstraße eine der Hamelner Hauptverkehrsadern sei, wo „Staus, egal, zu welcher Tageszeit, nie ganz ausgeschlossen werden“ können. Demnach sei auch samstags „mit starken Verkehrsbehinderungen zu rechnen“, so Lummitsch. Ganz davon abgesehen gelte für die KAW die tariflich geregelte Fünf-Tage-Woche. Ausnahmen bildeten allenfalls feiertagsbedingte Verschiebungen.

Für Petra Degenhardt stellt sich die Frage, warum die Gelben Säcke „so dünn“ sein müssen. Sie würden zu schnell reißen, bemängelt sie. Sandra Lummitsch wiederum sagt, die Säcke sind mit Absicht so dünn, denn „in der Regel sollen sie mit leichten Umverpackungen befüllt“ werden. Sie seien für andere Zwecke nicht gedacht. Sachgerecht befüllt, reiche die Beschaffenheit der Gelben Säcke aus und sollte den Inhalten standhalten.

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