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Kinderchor aus Lauenstein glänzt bei mitreißender Musical-Show in der Rattenfänger-Halle

Die Kultsongs von Abba sind auch bei Kids cool

Hameln. Die Hausfrau verrät, sie trällere die Songs gern beim Aufräumen, gute Laune versprühen die Melodien auch bei Oma und Opa während so mancher langweiliger Autofahrt. Der Rhythmus geht quirligen Enkelkindern und respektablen Middle-Agern in die Beine, und, „Abba“, ja doch – auch wenn bloß per Cover-Version reanimiert – ein Stimmungsgarant ist die Musik der schwedischen Band mit den vier Buchstaben allemal, finden eingeschworene Fans. Außerdem, wie die Musikshow „Abbafever“ in der Rattenfänger-Halle am Freitagabend zeigte: Sie war ein Gemeinschaftserlebnis der Generationen.

veröffentlicht am 09.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

Alda Maria Grüter
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„Das ist unsere Musik“, sind sich Barbara und Günter Scheler einig. Dass die 65 und 66 Jahre alten Hamelner ein Loblied singen auf die Klassiker aus „ihrer Zeit“, wundert nicht wirklich. Ebenso wenig aber, dass auch ihre Tochter und Schwiegertochter auf eine Band abfahren, deren Musik mittlerweile Jahrzehnte übersteht: „Abba ist Kult“, finden Daniela Neumann, 38, und Claudia Scheler, 42. Die Enkelkinder der Scheler-Senioren, Luca-Marie Scheler und Melina Neumann, 13 und zehn Jahre alt: Gern geben sie zu, nicht nur zu Liedern der aktuellen Charts zu tanzen, sondern auch zur guten alten „Dancing Queen“ aus den 70er-Jahren. Mamma Mia!

Dabei ist’s doch schon so lang her, dass das Original-Quartett seine Welthits sang. Der Lack aber, der scheint einfach nicht abbröckeln zu wollen: „Fernando“ – zeitlos, einfach Romantik pur, die unter die Haut gehe, schwärmt Barbara Scheler. Und Marion Lauterbach, 52, fragt: „Bei dem klasse Rhythmus – wen hält es da auf den Stühlen?“ Wie viele andere Konzertgäste auch, springt sie gleich zu Beginn der gut zweistündigen Show auf, um sich tanzend, klatschend und mitsingend zu einem musikalischen Ausflug in die Zeit der Schlaghosen, Rüschenhemden, Miniröcke und der Plateau-Lack-Stiefel aufzumachen. Und um mit dem Tenor-Saxofonisten Johan Stengard sogar ein Urgestein live zu erleben. Die Chance, bequem im Sitz zurückgelehnt die Ohrwürmer in den Gehörgang kriechen zu lassen, haben die Besucher ohnehin kaum. Dafür sorgten die angeordneten Mitmach-Aktionen von Benny, alias Marcus Gorstein, und der anderen Imitatoren.

Ein Meer an „Romantiker-Ausrüstung“ breitet sich in der nicht voll besetzten Halle nicht gerade aus. Aber immerhin leuchten hier und da in der Menge Knicklichter, Feuerzeuge und Handydisplays, und das nicht nur, als zwecks Wegtanzens des Weihnachtsspecks „SOS“ erklingt. Das Publikum lässt sich nicht lange bitten, hält willig die ganze Show durch – von „Voulez vous“, „Honey, Honey“ über „Waterloo“ bis zum „Super Trouper“, vom weniger bekannten „Hole in your Soul“ bis hin zum obligatorischen Traum-Song.

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Für Letzteren treten heimische Sänger ins Rampenlicht: der Lauensteiner Kinder- und Jugendchor „Young Voices & Gospel“, der sich bereits drei Stunden vor dem offiziellen Beginn der Musikshow auf seinen Auftritt vorbereitet. Das Warming-up mit Chorleiterin Erika Bornett, dazu allerlei Spielchen zur Lockerung und zum Zeitvertreib zahlen sich aus: Souverän im Gesang und cool im Outfit begeistern die jungen Sänger das Publikum, das dank des auf der Leinwand eingeblendeten Textes mehr als nur den Refrain von „I have a Dream“ mitsingen kann.

Apropos Klamotten und Klang: Hübsch anzuschauen, die extravaganten Kostüme der Musiker und Tänzer, doch ihr Ding sei der Look schon damals nicht gewesen, gestehen Rita und Hermann Lohmann, 62 und 70 Jahre alt, die die Leidenschaft für Abba-Songs mit ihrer zehnjährigen Enkelin Lynn Meira teilen. „Da sind wir doch eher konservativ eingestellt“, sagt der Mann aus Afferde lachend. Mut zum schrillen Stil der 70er-Jahre zeigen einzig die Chor-Kinder. Mut, die schrille Akustik in der Halle zu bemängeln, bewiesen hingegen Gäste aus der ersten und den hinteren Reihen. Gleichwohl: Ein „Thank you for the Music“ geht an die Hamburger Formation für ihr hohes stimmliches, tänzerisches und instrumentales Niveau.

Abba ist Kult“: Das untermauert die Hamburger Formation von „Abbafever“ mit hohem stimmlichen, tänzerischen und instrumentalen Niveau. Foto: Wal

Zeitgerecht auf Abba gestylt werden die jungen Sänger des Lauensteiner Kinder- und Jugendchor „Young Voices & Gospel“ (kleine Fotos: amg).



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