weather-image
24°
Witziges Knatterbootrennen in der Eugen-Reintjes-Schule

Die knatternde „Berta“ raste allen anderen davon

Hameln (hx). Rennatmosphäre wie bei der Formel 1 herrschte gestern rund um die Strecke des „Knatterbootwettbewerbs 2009“ an der Eugen-Reintjes-Berufsschule. „Technik soll Spaß machen und begeistern“, so das Motto des von der Stiftung des Arbeitgeberverbandes Niedersachsenmetall organisierten Wettbewerbs. Fast 200 Schüler von neun Schulen der Region haben Spaß gehabt und im Werkunterricht in bis zu acht Doppelstunden mit Lötkolben und Blechschere 37 Rennboliden aus Weißblech gebaut. Als „Piff-Paff-Boot“ waren die Konstruktionen bereits vor dem Zweiten Weltkrieg als Spielzeug sehr beliebt, in jüngerer Zeit jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten.

veröffentlicht am 27.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 20:21 Uhr

270_008_4111679_hm309_2805.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Knatterboote funktionieren ohne Kolben, Schrauben und Rädchen nach einem verblüffend einfachen Prinzip: Ein kleiner mit Wasser gefüllter Kessel wird mit einem Teelicht erhitzt, das Wasser dehnt sich aus, tritt aus kleinen Röhrchen unter Wasser im Bootsheck aus und erzeugt so den Vortrieb. Durch den entstehenden Unterdruck wird frisches Wasser angesaugt und der Zyklus beginnt erneut. Das Knattern entsteht durch den sich immer wieder ausdehnenden und zusammenziehenden Wasserbehälter. Allerdings ist der Bootsbau nicht so einfach wie es klingt, weiß Barbara Schneider von der Stiftung Niedersachsenmetall; die Stiftung fördert mathemathische, naturwissenschaftliche, technische sowie wirtschaftliche Themen in der Aus- und Weiterbildung. „Die richtige Kerze, der Abstand zum Kessel, ein gerades Ruderblatt und eine saubere Verarbeitung entscheiden über Sieg und Niederlage“, erklärt Schneider.

Tatsächlich kamen nicht alle Boote ohne Schlagseite ins Ziel, manche verweigerten sogar völlig ihren Dienst. Auch Schnelligkeit beim Zuwasserlassen und beim Einsetzen der Kerze waren gefragt. Die besten Boote qualifizierten sich für das Finale. Die „Berta“ der Hauptschule im Hummetal gewann es unter lauten Anfeuerungsrufen der Zuschauer souverän vor dem Katamaran der Klütschule. Und wie bei der Formel 1 gab es auch eine Konstruktionswertung: Die „Lozzi1“ der Pestalozzischule war dort der Sieger.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare