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Metropolregion Hannover präsentiert auf dem Rathausplatz das Thema E-Mobilität

Die kleinen Flitzer gehen richtig los

veröffentlicht am 28.06.2016 um 18:50 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:25 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß

Geräuschlos fährt der kleine e-up, eines der von VW angebotenen Elektromobile über den Rathausplatz. Zu Gast in Hameln ist die Metropolregion Hannover, die Elektrofahrzeuge vorstellt, die in niedersächsischen Kommunen und Kommunalbetrieben zum Einsatz kommen. Und nicht nur Elektroautos werden hier vorgestellt, sondern auch elektrisch angetriebene Lastfahrräder, die sich für Kurierdienste ebenso eignen wie für den Handwerker mit einer schweren Werkzeugkiste. Ein voll gefedertes Lasten-Elektrobike deutscher Produktion kostet allerdings auch schon mal rund 5000 Euro.

Auch „intelligente“ Ladestationen des kleinen Berliner Herstellers ebee, die sich direkt an Straßenlaternen befestigen lassen, gehören zum Ausstellungsmobiliar. Denn wenn die Elektromobilität künftig größere Marktanteile erobern soll, muss vor allem in den Kommunen die entsprechende Infrastruktur deutlich verbessert werden. Das Angebot, das Victoria Stumpf den Kommunen präsentiert, kostet einschließlich der Vernetzung mit Abrechnungsmodulen und Verortung im Internet für elf Ladestationen 25 000 Euro, pro Ladestation mithin rund 2300 Euro.

Immer wieder bewundert, und auch vom Dewezet-Mitarbeiter Jan-Philipp Hullmann auf dem Rathausplatz getestet, wird ein kleiner zweisitziger Renault mit hochklappbaren Türen und leicht futuristischem Design, der beim Fahren sogar noch Geräusche von sich gibt – im Verkehr sicher ein Vorteil, denn wenn die mit einem erheblichen Anzugsvermögen ausgestatteten Fahrzeuge von Fußgängern nicht gehört werden können, stellen sie möglicherweise ein gewisses Verkehrsrisiko dar.

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  • Der Akku an einem E-Bike. Foto: Dana
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  • Ein Ladedummy Foto: Dana
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  • Sabine Flores vom Verein „Kommunen in der Metropolregion“ führt den e-up vor. .Foto: wft
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  • Lasten-Ebikes eignen sich besonders gut für Kurierdienste oder den Handwerker mit einer schweren Werkzeugkiste. Foto: wft
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Und natürlich bräuchten die Elektroleichttransporter auch keine Inspektionen, erklärt einer der Aussteller. „Wozu auch?“, fragt er. „Es gibt hier keinen Ölwechsel und bis auf die Bremsen praktisch keine Verschleißteile.“ Was per Durchsicht kontrolliert werden müsse, seien die Bremsen, die Bereifung und das Batteriewasser. „Das macht den Betrieb eines E-Mobils eben viel billiger als den eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor.“

Die Bedienung der E-Mobile ist bis zu einem gewissen Grad gewöhnungsbedürftig, denn dass der „Motor“ läuft, ist nicht zu hören; es wird nur auf dem Display angezeigt. Ein Getriebe? Fehlanzeige, die e-ups, Kangoos oder e-Golfs haben keine herkömmliche Schaltung. Parken, vorwärts und rückwärts – das war‘s. Beim Starten des Motors wird auf die Bremse getreten, die Handbremse gelöst und dann vorsichtig Gas gegeben. Vorsichtig! Denn die kleinen Flitzer gehen richtig los und lassen jeden Mittelklassewagen beim Ampelstart glatt stehen. Die Fahrweise, die Beladung, und sogar die Temperaturen sind es denn auch, die die Reichweite bestimmen, wie Sabine Flores von der Metropolregion erläutert. Dem e-up spricht sie eine Reichweite von 120 bis 150 Kilometern zu, dem e-Golf 140 bis 170 km, dem Lieferwagen Kangoo nur 85 bis 120 km. Für den Stadtverkehr oder das Pendeln zum Arbeitsplatz sind das sicherlich genügend große Reichweiten – die Urlaubsreise würde damit zum permanenten stop and go. Weshalb die geleasten Fahrzeuge sich eben auch besonders gut für Stadtverwaltungen, Kommunalbetriebe oder das Handwerk mit geringen Fahrstrecken eignen. Für weite Strecken müssen die Batterien noch wesentlich mehr Ladekapazität erhalten.



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