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Warum Mutter Delia Meyer die Wochen der Ferienwanderung für Tochter und Sohn so wichtig findet

Die Kinder erleben die Welt mit anderen Augen

Hameln. Um es gleich vorwegzusagen: Selber laufen tut Kindern gut, und Regen macht ihnen auch nichts aus. Und: Mutter Delia Meyer musste weder 20 Hosenlöcher ihrer Tochter stopfen noch Hunderte von Zecken entfernen, und sie bekam auch keine Jessica wieder, die Abend für Abend vor Erschöpfung sofort in tiefen Schlummer fiel. Nach drei Wochen Ferienwanderung zieht Delia Meyer beim Abschlussfest der Ferienwanderung Bilanz.

veröffentlicht am 23.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 12:41 Uhr

Die Mama ist da: Glücklich umhalst Jessica am Ende der Feriencar

Autor:

Birgit Sterner
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Aus dem Wald in den Zirkus

„Hallo Mami“, ruft die neunjährige Jessica und springt ihrer Mutter in die Arme. Die ist gerade angekommen und versucht, sich auf dem Gelände des Zirkus Baldoni auf der alten Kampfbahn zu orientieren. „Heute kann ich dir hier alles zeigen“, freut sich Jessica und zieht ihre Mutter weiter. In der Kuchenecke herrscht bereits munteres Treiben. Vor und in dem Zirkuszelt natürlich auch. Die letzten Feriencard-Clowns werden geschminkt. Viele Eltern haben die Einladung der Organisatoren angenommen, schon vor dem Besuch der Zirkusvorstellung mit den kleinen Stars vorbeizuschauen. Jessica ist in diesem Jahr in der Gruppe der Seiltänzerinnen.

Zwei Wochen zuvor war die Neunjährige noch Waldkind, ist jeden Morgen mit der Gruppe auf den Finkenborn gewandert, hat dort den Tag im Forst verbracht, Geschichten von Feen und Elfen gehört und ist nachmittags wieder zurückgewandert. In der dritten Woche kam sie dann vom Wald zum Zirkus.

Das Resümee ihrer Mutter zur Ferienwanderung: durchweg positiv. Sie findet es gut, dass Tochter Jessica und Sohn Julian (12) in den letzten Wochen so viel Zeit an der frischen Luft verbracht haben, viel gelaufen sind und die Natur besser kennengelernt haben. „Heutzutage werden Kinder doch viel zu viel gefahren“, klagt sie. Schon morgens gehe es mit dem Bus zur Schule, dann sitzen sie nachmittags an ihren Hausaufgaben, und die Freizeit wird am liebsten auch noch am Computer verbracht. Viele Erwachsene seien schlechte Vorbilder: „Die fahren schon morgens zum Brötchenholen mit dem Auto“, meint Delia Meyer. Und: „Bei den ersten Regentropfen geht auch niemand mehr zu Fuß.“ Für Kinder gebe es dagegen gar kein schlechtes Wetter. Die Ferienwanderung biete wunderbare Gelegenheiten, Regen als Teil der Natur wahrzunehmen. Bei schlechtem Wetter empfiehlt die Mutter übrigens keine Gummistiefel: Ihre Kinder tragen bei der Ferienwanderung feste Schuhe, in denen sie gut laufen können. Oben auf dem Finkenborn können die bei Matsch und Modder dann immer noch gegen Gummistiefel ausgetauscht werden. Auch von Modemätzchen bei der Garderobe hält Delia Meyer nichts: „Die Kinder müssen sich vor allem gut bewegen können, eine Regenjacke reicht völlig.“

Auch nächstes Jahr will Jessica dabei sein

Jessica hat schon im vergangenen Jahr alle drei Wochen der Ferienwanderung mitgemacht und will auch im nächsten Jahr dabei sein. „Wir stimmen unseren Urlaub extra darauf ab“, erklärt die Mutter. Delia Meyer und Mann sind beide berufstätig: „Wir wissen die Kinder bei der Ferienwanderung den ganzen Tag gut aufgehoben.“ Eine Hose musste die Mutter übrigens dann doch noch stopfen. „Ganz ohne Flicken ging’s in diesem Jahr halt doch nicht“, lacht Delia Meyer. Und in der zweiten Woche sei die Waschmaschine jeden Tag gelaufen: „Bei Regenwetter fällt jeden Tag eine Matschgarnitur an.“

Jessica zerrt inzwischen ungeduldig an der Hand der Mutter: Sie will zu ihren Lieblingstieren im Zirkus – den Häschen. Die soll sich die Mama jetzt noch unbedingt ansehen, bevor die Zirkusvorstellung beginnt. Und was danach kommt? „Na, Urlaub an der See“, sagt Mama Meyer.



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