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Nachwuchsförderung Hauptthema bei DGB-Maikundgebung

Die Jugend im Fokus und ein Zeichen für Toleranz

HAMELN. Die schmissigen Töne der Band der IGS in der Musikmuschel machten am Maifeiertag deutlich, worum es bei der Maikundgebung des DGB in erster Linie ging: um die Jugend. Und so bekam Hauptrednerin Ute Neumann, DGB-Bezirksjugendsekretärin, denn auch immer wieder Applaus für ihre Ausführungen. „Es ist heute unser Tag gegen Rassismus, Ausgrenzung, für Vielfalt und Solidarität. Und Niedriglöhne sind keine Zukunftsperspektiven“, stellte sie ihren Ausführungen voran.

veröffentlicht am 01.05.2018 um 17:37 Uhr

Beifall für die Hauptrednerin, DGB-Bezirksjugendsekretärin Ute Neumann: Die Teilnehmer der Maikundgebung trotzen Kälte und Wind. Foto: fn
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Autor

Christa Koch Reporterin
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Und weiter: „Wir setzen auf die Jungen. Wir brauchen keine überholten Klischees, sondern fordern gute Arbeit und gerechte Löhne und Ausbildungsvergütungen.“ Es sei wichtig zu wissen, dass auch junge Leute im Betrieb (und im Betriebsrat) Rechte hätten. Die Referentin: „Da zeigen wir klare Kante gegen die Bosse und für Demokratie.“ Und eine wichtige Rolle komme hier den Jugendvertretungen zu.

Auf der Seele brennt den Gewerkschaften nach ihren Worten vor allem die Ausbildungsvergütung. „Jeder hat ein Recht auf ein Einkommen, von dem er leben kann.“ Leben aber – das könne man mit rund 300 Euro im Monat wohl kaum. 635 Euro hält der DGB für angemessen. Da werde man auch die Große Koalition nicht durchkommen lassen, wenn sie nichts für eine höhere Ausbildungsvergütung tue.

Auch die Reform des Bundesausbildungsgesetzes steht auf der Gewerkschafts-Agenda. Das Gesetz sei veraltet, Überstunden und mangelnde Betreuung seien eher die Regel als die Ausnahme. Ute Neumann: „Hier darf es keine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben. Qualität ist das Fundament für ein erfolgreiches Berufsleben.

Hart ins Gericht ging die Rednerin anschließend mit der Rechten im Allgemeinen und mit der AFD im Besonderen. „Sie säht Hass und provoziert eine Spaltung der Gesellschaft. Ihr Programm ist ein Horrorkatalog nach dem Motto ‚Mittelalter statt Miteinander‘.“ Deswegen wolle man heute ein Zeichen für Demokratie und Toleranz setzten. Und noch einmal an die Adresse der Arbeitgeber gewandt: Das Land verweigere nach wie vor das Weihnachtsgeld – und die Lohnerhöhungen im Bauhauptgewerbe seien geradezu lächerlich. Auch deshalb wolle man hier im Bürgergarten ein Zeichen für Demokratie, Gerechtigkeit und Toleranz setzen.



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