weather-image
30°
Winterfütterung mit Sachverstand

Die Hygiene am Vogelhäuschen ist das oberste Gebot

Bad Pyrmont (red). Der „echte“ Winter ist schneller und früher gekommen als in anderen Jahren. Schwere Schneefälle und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt bestimmen zurzeit das Wetter. Grund genug für den Nabu, darauf hinzuweisen, dass die beliebte Fütterung der Vögel „mit Sachverstand“ erfolgen sollte.

veröffentlicht am 08.12.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 12:41 Uhr

270_008_4413049_hm302_3011.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Kreisvorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Hameln-Pyrmont, Hans Ahrend, berichtet von zahlreichen Anrufen, die den Naturschutzbund in diesen Tagen erreichen: Gerade in den letzten Wochen häufen sich die Telefonate, in denen nach bestgeeigneten Fütterungsmöglichkeiten gefragt wird. „Die Winterfütterung der Vögel erlebt eine Renaissance“, sagt Arend, der dies durchaus positiv sieht: „Durch die Fütterung beschäftigen sich viele Menschen mit der Vogelwelt. Gerade Kinder und alte Menschen finden darüber einen idealen Zugang, um die Vogelarten kennenzulernen und einen Bezug zur Natur zu bekommen – aus umweltpädagogischer Sicht sehr wertvoll.“

Trotzdem müsse Vogelfütterung mit Sachverstand geschehen: „Massenfutterplätze sind denkbar ungeeignet, weil sich in ihnen leichte Krankheitserreger ausbreiten können“, sagt Ahrend. Grundsätzlich sollte penible Sauberkeit oberstes Prinzip jeder Fütterung sein, empfiehlt er. „Am besten sind Futtertrichter aus Kunststoff und Metall geeignet, weil in ihnen das Futter trocken bleibt und nachrutschen kann.“ Grundsätzlich sollten keine Speisereste gefüttert werden. Neben den beliebten Erdnüssen und Fettbällen wie Meisenknödel seien Vogelfutter aus Saaten oder auch ein ausgelegter Apfel – eine „Vitaminbombe“ für Amsel und andere Gefiederte – gut geeignet. Zu den Körnerfressern zählen vor allem Finken, die sich auch im Sommer vorwiegend von Körnern und Sämereien ernähren. Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Amsel, Star, Zaunkönig oder Heckenbraunelle suchen sich ihre Nahrung – tierische Kost und sehr feine Sämereien – gerne am Boden. Ihnen kann man eine Zeit lang mit Obststückchen, Rosinen, getrockneten Wildbeeren, Kleie oder Mohn aushelfen. In heißem Öl getränkte Haferflocken sind für viele Weichfutterfresser ein besonderer Leckerbissen.

Wer herkömmliche Futterhäuschen benutzt, sollte diese regelmäßig mit heißem Wasser reinigen und nur wenig Futter nachlegen. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Futterstelle frei und an einer für Vögel überschaubaren Stelle steht. So können sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen. Auch sollten die Futterstellen mindestens zwei Meter von der nächsten Glasscheibe entfernt sein.

An den Vogelhäuschen herrscht jetzt Hochbetrieb Foto: Bilderbox

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare