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Gruppe aus Mühlhausen radelt 289 Kilometer nach Hameln

Die geistige Behinderung ist für sie kein Hindernis

Hameln (sto). In neun Tagen sind sie mit ihren Drahteseln von Mühlhausen in Thüringen nach Hameln geradelt. 289 Kilometer wurden dabei zurückgelegt. Täglich 20 bis 40 Kilometer in sechs bis sieben Stunden. Eine beachtliche Leistung. Umso mehr, da es sich um Menschen mit geistiger Behinderung handelt. „Manchmal war es etwas anstrengend, aber meist war es wie Urlaub“, freut sich Jens Jüngling bei der Ankunft an der Hamelner Jugendherberge, der Endstation dieser Tour. Jens, Jeannette, Detlef, Frank und die anderen elf Bewohner der Mühlhäuser Werkstätten für Behinderte haben die weite Reise auf sich genommen, weil sie etwas erleben und die Welt kennenlernen wollten. „Deutschland ist schön“, hat Frank auf der Radtour erfahren. Zu seinem Reiseglück fehlte ihm nur noch ein Geschäft, in dem er eine CD kaufen konnte. Aber das könne er bei einem Bummel durch Hamelns Fußgängerzone erledigen.

veröffentlicht am 04.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 07:41 Uhr

Die Gruppe der Behinderten und ihrer Betreuer kommt nach neun Ta
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Ideale Strecke entlang von Werra und Weser

Die vier Betreuer der Gruppe hatten sich die Rattenfängerstadt wegen der Sehenswürdigkeiten ausgesucht, aber auch, weil sie mit dem Fahrrad wunderbar zu erreichen sei über den Werra- und Weserradweg. „Das ist eine ideale Strecke, die auch behinderte Menschen bewältigen können“, erklärt Eckehart Schüler, der die Gruppe auf ihrer Ferienfreizeit als ehrenamtlicher Betreuer begleitet. Bis auf einen kleinen Ausrutscher auf nasser Fahrbahn sei alles bestens verlaufen.

„Mit der Radtour sollen Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit, soziales Verhalten, Selbstbewusststein, Kondition und Durchhaltevermögen gestärkt werden“, erläutert die Betreuerin Beatrix Mende. Die Reise mit der Gruppe sei sehr angenehm gewesen. „Mir hat der Urlaub Spaß gemacht“, schwärmt auch Jeannette. Die Rückreise erfolgt am heutigen Samstag mit der Eisenbahn. Die Räder werden von einem Lastwagen der Einrichtung abgeholt.

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