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HypoVereinsbank vergibt in Hameln 18 Millionen Euro an Krediten

Die Boutique unter den Banken

Hameln (mafi). Viele Deutsche machen gerne Urlaub in Italien, freuen sich dann auch, wenn sie dort kostenlos Geld abheben können. Aber sein Vermögen in Deutschland bei der Tochter einer italienischen Bank anlegen? Solche alten Vorbehalte, die auf der einst weichen italienischen Währungspolitik fußen, machen Felix Eberlein, Filialleiter der HypoVereinsbank (HVB) in Hameln, keine Sorgen. Denn sein Haus, dessen Mutter seit fünf Jahren die römische UniCredit ist, leidet darunter offensichtlich nicht: Selbst in Zeiten der Euro-Schuldenkrise hat die wirtschaftlich starke HVB ihr Geschäft ausgeweitet – auch im Weserbergland.

veröffentlicht am 04.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 11:21 Uhr

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Das Vertrauen und die Zufriedenheit der Kunden haben für die sechs Hamelner HVB-Beschäftigten nach Angaben des Chefs allerhöchste Priorität. Tatsächlich liegt die Filiale in diesen Punkten zusammen mit der von Eberlein mitverwalteten Zweigstelle Hannover-Ricklingen im konzerninternen Ranking wieder ganz vorne in Niedersachsen und deutlich über dem Schnitt auf Bundesebene. Mit 1600 Privat- und rund 250 Geschäftskunden zählt die Hamelner Geschäftsstelle zu den kleinen vor Ort, Eberlein nennt sie „die Boutique“ unter den heimischen Banken. Die Filiale am Pferdemarkt verwaltete Ende vorigen Jahres aber immerhin Privatkredite in Höhe von 18 Millionen Euro. „Die Darlehen für Anschaffungen haben um 21 Prozent zugenommen“, berichtet Eberlein. „Dieses Konsumverhalten ist für uns ein Indiz für den wirtschaftlichen Aufstieg der Region.“

Das Einlagengeschäft in der Geschäftsstelle wuchs 2011 um 20 Prozent auf mehr als 9 Millionen Euro. Eberlein hebt angesichts der Turbulenzen an den Börsen die Vorteile eines professionellen Vermögensmanagements hervor; dadurch haben sich nach Worten des Diplom-Bankbetriebswirtes Renditevorteile von durchschnittlich 25 bis 30 Prozent erzielen lassen. Das Geschäft mit dem von der HVB im Kreis Hameln-Pyrmont verwalteten Vermögen sei um 7 Prozent gestiegen. Stark gefragt seien bei Anlegern Papiere, die eine hohe Grundverzinsung haben oder deren Verzinsung sich an die Inflationsrate anpasst. Eine sichere und zugleich lukrative Altersvorsorge sei ebenfalls häufig Thema in den Beratungsgesprächen. Für solche Termine nehmen sich die Mitarbeiter viel Zeit, sagt Eberlein, gelte es doch, erst einmal den wahren Bedarf des Kunden zu analysieren und ihn dann umfassend zu informieren. Künftig können zu solchen Gesprächen erwiesene Spezialisten von anderen Standorten per Videokonferenz hinzugezogen werden. Eberlein geht davon aus, dass Beratungen aus der Distanz und doch von Angesicht zu Angesicht irgendwann auch von daheim aus Standard sein werden.



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