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Es gibt keine Vogelscheuchen mehr

Die beiden „jüngsten“ Artes Wesera-Mitglieder stellen im Bürgerhus aus

HAMELN.„Das sind unsere beiden Youngsters, die erstmals ausstellen“, erklärt Artes Wesera-Chefin Renate Seehafer. Die Neugier des Publikums ist groß und so sind schon nach wenigen Minuten die Gänge im verwinkelten Bürgerhus in der Kupferschmiedestraße voll besetzt.

veröffentlicht am 24.10.2021 um 14:00 Uhr

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Reporter

„Die jüngsten Mitglieder, aber normalerweise bin ich überall der Älteste“, scherzt Kurt Kallabis. Er wird in wenigen Tagen 93 Jahre alt. Quicklebendig und voller Energie stellt er zum ersten Mal Bilder bei Artes Wesera aus. Die sind allesamt in seinem Atelier, dem alten, umgebauten Toilettenhäuschen an der Erichstraße beim Schiller-Gymnasium entstanden. „Das habe ich vor 15 Jahren von der Stadt bekommen“, erinnert sich der Künstler, der vor Inspiration nur so sprudelt.

„Nehmen Sie doch mal die Vogelscheuchen, die kennt heute kaum noch ein Kind. Das wird alle mit Chemie gemacht, und da wollte ich eben die Vogelscheuche im modernen Gewand mal thematisieren. Oder Würfel und Kerze, auch da steckt viel Symbolisches drin.“

25 Bilder stellt Kallabis aus. „Die kann man kaufen, aber die Preise haben die hier vom Haus gemacht“, erklärt er.

Stilistisch zeichnen sich seine Bilder durch eine starke Linienführung und völlig unterschiedliche, stets sehr originelle Einfälle aus.

Arzu Kahraman ist eine waschechte Hamelnerin. „In dritter Generation“ lacht die 40-jährige Mediendesignerin, die hauptberuflich etwa Modeseiten für Hochglanzmagazine gestaltet.

„Schon im Kindergarten hat mich Farbe immer sehr fasziniert“, erinnert sie sich. Eine Leidenschaft, die sie vor allem in abstrakten, farbstarken Bildern auf die Leinwand bringt. „Transition“ heißt ein für Kahraman typisches Bild. „Ich liebe Formen, Farben und Strukturen“, erklärt sie. Ohne große Entwürfe lässt sie sich einfach von den Farben inspirieren. „Dann male und spachtele ich oft einfach drauflos.“ 20 Bilder stellt Kahraman aus.

Von der Treppe herab eröffnet Renate Seehafer die Ausstellung. „Die läuft bis zum 14. November, kann jeweils samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr besucht werden.“ Anschließend folgt noch eine adventliche Ausstellung mit Werken der derzeit 30 Artes Wesera-Mitglieder. Nach dem 13. Dezember zieht dann Ruhe ein ins Bürgerhus. „Dann machen wird Winterpause bis zum März“, so Seehafer.



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