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Konzert zur Inklusionswoche

Die Band „The Mix“ rockt die Sumpfblume

Rockmusik vom Feinsten bot die Band „The Mix“ in der Sumpfblume als Höhepunkt der dort veranstalteten Inklusionswoche. Die Band setzt sich aus Menschen mit und ohne Handicap und ist international beachtet.

veröffentlicht am 16.09.2018 um 13:03 Uhr

Der Chor „Querbeet“ startete den Abend in der Sumpfblume. Foto: wft
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Wolfhard F. Truchseß Reporter
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HAMELN. Es ist die pure Lebenslust, die von der Band „The Mix“ aus dem Braunschweiger Land ausgestrahlt wird, wenn sie die Bühne rockt. „The Mix“ ist zweifellos eine außergewöhnliche Band, denn sie setzt sich aus Menschen mit und ohne Handicap zusammen. Was ihren musikalischen Fähigkeiten aber eher noch mehr Charme verleiht, denn was die drei Gitarristen, der Schlagzeuger, drei Sänger, von denen einer auch an der Trommel arbeitet, und eine Keyboarderin am Freitagabend in der Sumpfblume als Höhepunkt der dort veranstalteten Inklusionswoche produzierten, war Rockmusik vom Feinsten.

„The Mix“ tritt vor allem bei Inklusionsveranstaltungen auf und hat sich damit bereits einen internationalen Namen verschafft. Ihre Tourneen in den USA und Kanada, in Afrika und durch Dänemark wurden stark beachtet und mit hohem Lob bedacht. Und das nicht nur, weil „The Mix“ hervorragend Musik machen, sondern auch weil ein großer Teil ihrer Stücke selbst geschrieben und komponiert ist. Nur ganz wenige Songs sind Cover-Versionen von Gruppen wie den Beatles oder den Rolling Stones. Und auch die werden hervorragend über die Rampe gebracht.

Seit dem Jahr 2009 tourt „The Mix“ immer mal wieder durch die Lande. Es ist ein großartig gelungener Versuch, Menschen mit Behinderungen zeigen zu lassen, dass sie mehr können, als in betreuten Werkstätten ein verstecktes Dasein zu führen. Dass Musik ihr eigenes Leben und das ihres Publikums bereichert, wie in der Sumpfblume deutlich zu spüren war. Auch wenn die Mitglieder des Hamelner Chores „Querbeet“, der zum größten Teil aus Menschen mit den verschiedensten Handicaps besteht, nach ihrem viel beklatschten Auftritt als Vorgruppe eine ganze Weile brauchten, vor der Bühne gemeinsam mitzufeiern. Einmal aufgetaut, aber rockten sie selbst den Saal. Vor allem zwei fast schon ekstatisch tanzende Damen mit Down-Syndrom zeigten eindrucksvoll, welche Lebensfreude Musik auslösen kann und wie sicher sie sich zum Rhythmus der rockigen Songs bewegen können.

Die Band „The Mix“ aus Menschen mit und ohne Handicap begeisterte bereits ihr Publikum in in den USA, Kanada, Afrika und Dänemark. Fotos: wft
  • Die Band „The Mix“ aus Menschen mit und ohne Handicap begeisterte bereits ihr Publikum in in den USA, Kanada, Afrika und Dänemark. Fotos: wft

Es waren Lieder, die zum Teil durch ganz persönliche Erfahrungen geprägt waren. „Afrika“ war während der abendlichen Jam-Sessions auf der Tour durch den schwarzen Kontinent entstanden, „America“ während der USA-Tournee geschrieben worden. „Du bist alles für mich“ hatte Sian Camp vor drei Jahren geschrieben, als sie noch für eines der Bandmitglieder geschwärmt hatte. „Seitdem ist er mein Freund“, berichtete sie strahlend dem Publikum und ließ sich von den Zuhörern und der Band ein schönes Geburtstagsständchen singen.

Klar, dass sich auch der Chor „Querbeet“ mit seiner Leiterin Svetlana Herold nicht die Chance entgehen ließ, während der Inklusionswoche bei diesem Konzert in der Sumpfblume als Vorgruppe aufzutreten. Auch „Querbeet“ zeigte ein breites, teilweise mehrstimmig gesungenes Repertoire mit viel musikalischem Ausdruck und einem ausgeprägten Rhythmus-Gefühl. „Die singen die Lieder ja besser als wir“, kommentierte eine Zuhörerin, die selbst in einem der Chöre von Svetlana Herold singt. So wurde dieser Abend nicht nur zu einem großen Erfolg für die Gruppe „The Mix“, sondern auch für den seit mehr als einem Jahr singenden Chor „Querbeet“.



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