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Altstadt kann beim Niedersachsenfest nur mit Sondererlaubnis angefahren werden

Die Autos sollen draußen bleiben

Hameln (ni). Der Wall wird zur Festmeile, die Innenstadt zum Vergnügungspark – und Hamelns alter Kern zur autofreien Zone. Von solchen Idealbedingungen für den Tag der Niedersachsen mögen die Organisatoren des Landesfestes in den vergangenen Wochen immer dann geträumt haben, wenn sie über Problemen der Verkehrsregelung anlässlich des Mega-Events mit erwarteten 300 000 Besuchern brüteten. Die realistische Lösung jenseits aller Utopie sieht anders aus: Wer unbedingt muss, der darf auch in den gesperrten Bereich fahren .

veröffentlicht am 22.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 20:41 Uhr

Wer während des Landesfestes in die Innenstadt will, braucht ein
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Über 500 Sondergenehmigungen hat die Stadt für die Woche vom 15. bis 22. Juni erteilt. Was bei einigen Empfängern leichte Irritationen auslöste: Die grüne „Berechtigungskarte“ gestattet nicht etwa freie Fahrt rund um die Uhr, sondern am Festwochenende und dem Montag darauf nur zu rigide eingeschränkten Zeiten (5 bis 9 Uhr). Im Prinzip hätten sich alle „Berechtigten“ an diese Zeiten zu halten, sagt Hamelns Pressesprecher Thomas Wahmes. Die Einschränkungen seien notwendig, „um ein Chaos zu verhindern“.

Kleine Nachteile, großer Imagegewinn

Allerdings werde es in Einzelfällen auch Ausnahmen von der Ausnahmeregelung geben. Wer „glaubwürdig erklären kann“, warum er außerhalb der erlaubten vier Stunden in die Sperrzone fahren oder sie verlassen muss, der dürfe auch. Pflegedienste etwa oder in der Altstadt ansässige Arztpraxen und Bringdienste würden in ihrer Arbeit auf keinen Fall behindert. Gesonderte Genehmigungen mit zeitlich ausgeweiteter oder gar 24-Stunden-Berechtigung habe die Stadt nicht ausgestellt. Wahmes: „Wir wollen das unbürokratisch angehen und helfen jedem, soweit das möglich ist.“ Die Polizei und ihre Helfer an den Kontrollpunkten seien entsprechend eingewiesen und würden sich in begründeten Fällen selbstverständlich kooperativ verhalten. In dringenden Notfällen, verspricht Wahmes, „stellen wir auch vor Ort noch eine Genehmigung aus“.

Ganz ohne Erschwernisse gehe ein Großereignis wie der Tag der Niedersachsen nicht über die Bühne, räumt Wahmes ein. Doch der „Imagegewinn, den die Stadt durch dieses Fest hat, überwiegt gegenüber diesen Nachteilen bei weitem“, ist er überzeugt. Die meisten betroffenen Anwohner und Unternehmen in der Altstadt, die bei Hausbesuchen von Mitgliedern des Organisationsteams über die Einschränkungen informiert worden seien, hätten dafür Verständnis gezeigt.

Wer in der Innenstadt wohnt und an den Festtagen trotzdem uneingeschränkt automobil sein möchte, sollte sich rechtzeitig – nämlich ab Freitag, 19. Juni, 16 Uhr – einen Parkplatz außerhalb des Walles suchen. Besondere Flächen seien aus dem besonderen Anlass nicht ausgewiesen. Wahmes: „Als Hamelner findet man bestimmt irgendwo ein Plätzchen.“



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