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Firmen bilden trotz Pandemie aus

Die Arbeitslosenzahlen sinken: Ausbildungsmarkt entspannt sich

HAMELN. Weniger Arbeitslose, mehr Jobangebote und eine entspanntere Situation auf dem Ausbildungsmarkt: Die Agentur für Arbeit Hameln zieht eine positive Bilanz für die vergangenen zwölf Monate.

veröffentlicht am 29.10.2021 um 10:00 Uhr

vasco

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Reporter zur Autorenseite

„Erstmals seit Ende 2019 ist die Zahl der erwerbslosen Menschen im Weserbergland auf unter 11 000 Personen gesunken“, berichtet Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln.

Im Oktober 2021 ist die Arbeitslosigkeit in allen drei Landkreisen des Agenturbezirks gesunken. Im Kreis Hameln-Pyrmont betrug der Rückgang 3,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 6,1 Prozent. Im Zuständigkeitsbereich der Hamelner Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit ist die Quote ebenfalls rückläufig: von 6,4 Prozent im Vorjahr auf aktuell 5,9 Prozent.

Im Oktober wurden 794 neue Stellen von den Arbeitgebern im Weserbergland gemeldet. Dies ist im Vergleich zum Vormonat ein Rückgang um fünf Prozent. Im Vergleich zum Oktober 2021 aber ein Plus von 8,5 Prozent.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Hameln-Pyrmont ist gesunken. Foto: mib

Mehr Ausbildungsplätze - Weniger Bewerber

2580 junge Menschen meldeten sich in den vergangenen zwölf Monaten bei der Agentur für Arbeit Hameln und den Jobcentern als Bewerber um einen Ausbildungsplatz. Dies sind 237 weniger als 2020.„Dieser Rückgang ist nicht allein der Demografie geschuldet“, berichtet Durchstecher. Viele Jugendliche würden sich dazu entscheiden, eine Klasse zu wiederholen. Das hänge häufig mit erschwerten Bedingungen in der Berufsberatung zusammen. Um die jungen Menschen zu erreichen, wurde vermehrt auf digitale Angebote gesetzt. Doch das könne persönliche Beratung und Praktika nicht ersetzten, berichtet Jens Auberg, Teamleiter der Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit Hameln.

Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum vorherigen Jahr dagegen gestiegen: Mit 2.588 Ausbildungsstellen waren es 96 mehr als 2020. Die Bilanz ist rechnerisch fast ausgeglichen.

79 Ausbildungssuchende waren Ende September noch ohne Ausbildungsplatz. Im Vorjahr waren zu diesem Zeitpunkt 176 Jugendliche unversorgt. Bei den Ausbildungsstellen blieben 56 unbesetzt, 30 weniger als im Vorjahr.

Landsweit deutlich weniger Stellen als 2019

Landesweit wurde das Niveau der gemeldeten Stellen im Vergleich zum Vorjahr gehalten. Es liegt aber niedriger als vor der Pandemie. Die Zahl stieg in diesem Bewerberjahr um 0,4 Prozent auf 53.709 Stellen, dies waren 5,4 Prozent weniger als 2019. Zugleich ist aber die Zahl der registrierten Ausbildungsinteressierten um 7,0 Prozent gesunken.

Jens Auberg appelliert an die Jugendlichen , die noch eine Stelle suchen, sich auch jetzt noch bei den Betrieben zu melden. Für viele sieht er noch gute Chancen in diesem Jahr mit einer Ausbildung beginnen zu können. Dabei zähle nicht immer die perfekte Bewerbung: „Besonders wichtig ist es, Motivation zu zeigen.“

Arbeitslosenquote sinkt auch in Lippe

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis Lippe gesunken. Insgesamt waren 9.387 Personen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote beträgt im Oktober 2021 fünf Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,3 Prozent.



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