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Die Angst vor dem Fuchs im Hühnerstall

veröffentlicht am 02.08.2010 um 15:58 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Hameln (HW). Wenn Wilhelm Rathing vom „Fuchs im Hühnerstall“ spricht, meint er nicht den satirischen Roman Ephraim Kishons, sondern die Realität. „Das haben wir schon erlebt. Das Tier war in den Stall geraten, hatte 56 Hühner getötet und dann seelenruhig neben den noch lebenden Hennen geschlafen“, berichtet der Inhaber des seit 1881 in Familienbesitz befindlichen Guts Oehrsen im Hamelner Ortsteil Klein Hilligsfeld.
Rathing hat sich bereits vor 27 Jahren auf den ökologischen Anbau von Industrie- und Marktgemüse und Kartoffeln spezialisiert.  2001 kam mit der Haltung freilaufender Hühner ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein hinzu.

Seitdem gibt es auf Gut Oehrsen, das bis 1819 eine Enklave der Niederlande war und deshalb heute noch vereinzelt „Klein Holland“ genannt wird, vier Hühnerställe für je 3000 Hennen, die jeden morgen nach dem Eierlegen auf eingezäuntem Terrain in die Freiheit entlassen werden. Doch dabei soll es nicht bleiben; eine Stallanlage für rund 14 500 weiteres Federvieh ist derzeit im Bau. Die in Hameln einmalige Produktion der Bio-Eier mit dem Gütestempel ODE0326041 betreibt Rathing zusammen mit seinem Sohn Wilhelm als GbR, einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts.
 Fuchs, Habicht und Steinmarder sind für die Hühner auf Gut Oehrsen eine ständige Gefahr. „Zwar war der Fuchs nur ein einziges Mal bei uns im Stall, aber so rund 600 Tiere verlieren wir jedes Jahr durch die natürlichen Feinde der Hühner“, berichtet der Senior. Dabei sind seine Ställe eigentlich technisch so ausgerichtet, dass noch nicht mal eine Maus Einlass findet. Fast alles geht vollautomatisch; ob es sich um das Öffnen und Schließen der Ställe handelt oder darum, die Eier aus den Nestern zu holen. Selbst das für Legehennen so wichtige Licht wird über einen Computer gesteuert.
 Um rund 10 000 Bio-Eier haben sich die Mitarbeiter auf Gut Oehrsen tagtäglich zu kümmern. Ist der neue Stall fertig, werden es rund 21 000 sein. Und schon jetzt werden pro Tag 1,5 Tonnen Spezialfutter benötigt. Die Produkte der Legehennen kommen über ein Förderband in den Vorraum des Stalls, werden mit dem Bio-Stempel versehen, von Hand in Paletten sortiert und für den Großabnehmer Wiesengold bereitgestellt.



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