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Selbermachen ist angesagt wie lange nicht / Auch in Hameln und Hannover wird entworfen und gewerkelt

Design von daheim

Hameln/Hannover. „Irgendwann wurde die Welt so sehr schnelllebig“, sagt Sandra Strüber, Designerin aus Hannover. Claude Sikura aus Hameln ergänzt: „Ich glaube, einfach einen Schritt zurückgehen“, das sei es, wonach sich die Menschen heute sehnen. Vielleicht ist das eine Erklärung dafür, dass der sogenannte DIY-Trend (Do It Yourself) in den letzten Jahren immer mehr Beachtung gefunden hat. An diesem Wochenende steht Sandra Strüber unter Strom. Sie organisiert zum vierten Mal das Designachten in Hannover: Über 65 Aussteller hat sie heute und morgen in der Südstadt zu einem bunten Markt versammelt. Strüber selbst hat einen kleinen Laden auf der Lister Meile in Hannover. Drei bis vier Tage die Woche steht sie hinter dem Tresen und entwirft neue Designstücke. Für den Rest der Zeit lebt sie hier bei ihrem Freund. Aus Erfahrung weiß die Teilzeit-Hamelnerin: „Jetzt will man wieder was mit Qualität“, nach dem Motto „guck mal, da hat die jetzt noch ein Herzchen draufgenäht, mit der Hand“. Diese Dinge bekämen im „Internetzeitalter“ wieder eine ganz eigene Wertigkeit, sind sich beide Frauen einig.

veröffentlicht am 14.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 11:41 Uhr

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Autor:

von Nina Reckemeyer
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Das Internet ist dann aber doch zu etwas gut: Um die Taschen, Buttons, Portemonnaies, Bilder, Schals, Anhänger und all die Resultate der eigenen Kreativität auch an den Mann und die Frau zu bringen. Immer mehr junge Designer, und die, die es einmal werden wollen, bieten ihre Produkte auf Internetplattformen an. Wie DaWanda: ein großer Online-Marktplatz für Selbstgemachtes, eine virtuelle Ruhezone für kreative Köpfe vielleicht auch. Die Idee taugte, eine Szene war geboren. Ihre kleinen und größeren Dinge, immer mit Liebe zum Detail, haben diesen unverwechselbaren „Look“ und sie üben eine Anziehungskraft auf ihre Käufer aus. Nur leben können die meisten Profi- und Hobbykünstler davon nicht. „Viele brauchen einen 400-Euro-Job für die Krankenversicherung“, weiß Strüber über die Kreativen in der Szene.

Auch Claude Sikura hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Zu Hause „werkelt“ sie mit schönen Stoffen, macht Kunst – aber keinen Krempel. Auch Wunschanfertigungen sind dabei, immer mit dem gewissen Etwas. Zu finden auf www.vongreta.de im Internet.

Sandra Strüber (li.) ist das Herz und die Seele von Designachten. Die Ausstellung vereint mittlerweile über 65 Designer, die den Trend zum Selbermachen für sich entdeckt haben (re.).privat/Hannah Jung

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Links: Selbst genähte Portemonnaies von Claude Sikura (oben). Rechts: Taschensammmlung auf glücklich“. Sikuras Designideen sind bunt.nin



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