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Bebauungsplan für Linsingen-Kaserne kurz vor Beschluss / Kaufverträge noch nicht unterschrieben

Der zweite vor dem ersten Schritt?

Hameln. Lange hat man nichts gehört von den heiß gehandelten Nachnutzern der Linsingen-Kaserne. Und einen Kaufvertrag haben bisher weder die Technische Akademie (TA) noch der Landkreis Hameln-Pyrmont bei der Bundesagentur für Immobilienaufgaben (Bima) unterschrieben. Verabschiedet haben sich die britischen Streitkräfte im Juni vergangenen Jahres aus Hameln, die Immobilien sollten bis zum Jahresende an die Bima zurückgegeben werden.

veröffentlicht am 13.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:41 Uhr

Autor:

VoN Dorothee balzereit
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„Wir befinden uns in Gesprächen“ – darauf reduziert sich die Auskunft bei der Technischen Akademie. Beim Landkreis wartet man immer noch auf das Altlasten-Gutachten für das favorisierte Grundstück. Geprüft werden mögliche Rückstände einer ehemaligen Tankstelle der britischen Streitkräfte, eine Kfz-Grube sowie Öl- und Säurelager, die sich dort befanden.

Das Gutachten – Grundlage für die Kaufentscheidung – wurde für Ende März erwartet, doch wann es kommt, kann die Kreisverwaltung nicht beantworten: „Wir warten darauf“ heißt es, einen konkreten Termin gäbe es nicht.

Während sich die Gespräche und Verhandlungen mit der Bima hinziehen, beschäftigt sich die Stadt Hameln bereits mit dem „Aufstellungsbeschluss Linsingen Kaserne“, der im April die zuständigen Gremien passiert. Der Bebauungsplan ist mit der TA und dem Landkreis laut Stadtbaurat Aden „eng abgestimmt“. Mit dem Beschluss sollen die Interessenten Planungssicherheit erhalten, begründet Aden das Vorgehen. Von gesicherten Nachnutzungsinteressenten ist denn auch in der Verwaltungsvorlage die Rede. Das klingt nach Zielgerade – und trotzdem vorsichtig genug.

Beim Landkreis indes ist der Aufstellungsbeschluss noch gar nicht bekannt; ein diesbezügliches Gespräch mit der Stadt Hameln sei in der nächsten Woche geplant.

Immerhin: Wenn alles glatt laufe, könne theoretisch die TA noch in diesem Jahr anfangen, konkret zu planen, vielleicht sogar zu bauen, so Aden. Schwerfälliger gestalte sich das Prozedere mit Planungen und Ausschreibungen wahrscheinlich beim Landkreis. Adens Prognose für die Zusammenführung der Elisabeth-Selbert-Schule liegt in der zweiten Jahreshälfte 2016, möglicherweise Anfang 2017.

Hätten beide Interessenten schon unterschrieben, wären auf dem Gelände zirca 80 Prozent des 120 000 Quadratmeter großen Areals belegt, ungefähr 45 Prozent vom Landkreis.

Rund 20 Besichtigungen mit Firmen, Institutionen und anderen habe man insgesamt auf dem Gelände durchgeführt – fast alle kamen aus der Region.

An ernsthaften Interessenten sind am Ende fünf übrig geblieben. „Klar, dass nicht alle zum Zug kommen können, sagt Aden. Interesse haben weiterhin die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und ein ortsansässiges Unternehmen für Rehabilitation. Sportvereine prüfen zudem die Nachnutzungsmöglichkeiten der Sporthalle – hier allerdings gibt es kaum Bewegung. Wie berichtet, hatte der Kreissportbund über fehlende Unterstützung durch Stadt und Landkreis geklagt.

Dass man sich einiges offen halten will, wird daran deutlich, dass ein Sondergebiet „Gewerbe, Dienstleistungen und Verwaltung“ geplant ist. Das beinhaltet auch kulturelle Einrichtungen, Beherbergungsbetriebe sowie Schank- und Speisewirtschaften.

Das klingt nach Leben und lässt Raum für Fantasie.



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