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Plakate für ein Konzert, das erst in sieben Monaten stattfindet: Muss das sein?

Der Zeit ein gutes Stück voraus

Hameln. „Das ist ja noch ein Dreivierteljahr hin“, sagt Friedrich Weiß. Dass aber schon jetzt an vielen Straßenlaternen Plakate hängen, die auf Konzerte im März 2016 hinweisen, stört ihn. „Muss das sein?“, fragt Weiß. In Afferde hat er gezählt: „An jedem zweiten Mast hängt so ein Schild.“ Die Stadt antwortet darauf: „Bezüglich der Werbung im öffentlichen Raum besteht ein Vertrag mit einem Unternehmen. Es werden innerhalb dieses Vertrages zirka 175 Werbetafeln an ausgewählten Straßenlaternen betrieben. Solange keine sittenwidrigen Werbeinhalte vermittelt werden, ist der Unternehmer in der Vergabe der Werbeflächen frei.“ Das heißt also: auch wenn ein Konzert erst in mehreren Monaten stattfindet – beworben werden darf es auch jetzt schon.

veröffentlicht am 12.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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Christina Ohlsen-Herriau ärgert sich darüber, dass derzeit bereits Hecken beschnitten werden, obwohl noch Brutzeit herrsche. „Ich habe es selbst gesehen: Die Hecken werden extrem kurz geschnitten. In der einen Hecke habe ich sechs Nester gezählt“, sagt Ohlsen-Herriau, die sich auch im Nabu engagiert. Die Stadt beruft sich an dieser Stelle auf das Bundesnaturschutzgesetz, Paragraf 39. Es sei zwischen dem 1. März und 30. September verboten, Bäume und Hecken abzuschneiden. „Zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen“, zitiert die Stadt den Paragrafen. Würde ein Verstoß dagegen beobachtet werden, solle dies der städtischen Umweltabteilung mitgeteilt werden.

Mehrmals nach dem Weg gefragt wurde Hannelore Walkoniak. Sie hat einen Stellplatz auf dem Campingplatz Halvestorf und in letzter Zeit so manchen Touristen auf den richtigen Weg gebracht. „Die Leute haben mich gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, durch den Wald zum Finkenborn zu kommen“, sagt Walkoniak. Ihrer Meinung nach gibt es zu wenige Hinweisschilder. Die Stadt erklärt dazu, dass weitere Hinweisschilder nicht geplant seien.

Und noch ein Klüt-Thema, altbekannt, aber für viele Leser immer wieder aktuell: Der Weg zum Finkenborn. „Der ist in solch einem schlechten Zustand“, ärgert sich Siegmut Piehl. Er möchte wissen, ob überhaupt irgendwann die Chance besteht, dass die Straße instand gesetzt wird. „Wir werden den Straßenbereich sanieren, beim Abschnitt im Wald geht es ‚nur‘ um die Erhaltung der Verkehrssicherheit. Wann saniert wird, lässt sich momentan noch nicht genau sagen“, erklärt die Stadtverwaltung.

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Für Ursula Pletzer und ihre Familie endete ein Grillabend teuer. „Mein Bruder sitzt im Rollstuhl und wurde von Thiedke-Ambulanz gebracht. Als er fragte, wann sie ihn wieder abholen können, sagten sie, dass sie um 15 Uhr Feierabend machen“, erklärt Pletzer. Die Rückfahrt hätten sie dann am Samstagabend spontan organisieren müssen. Warum in Hameln kein Taxiunternehmen zu finden ist, das für einen Krankentransport einspringt, kann sie nicht verstehen. „Letztendlich ist ein Unternehmen aus Bückeburg gekommen. Das hat uns 90 Euro gekostet“, erklärt Pletzer. Tiedke-Ambulanz meint dazu: „Wir haben die Kunden vorab darauf hingewiesen, dass wir nur bis 15 Uhr in Bereitschaft sind. Die Kollegen haben auch erklärt, an wen man sich für den Rücktransport wenden kann. Wir sind kein Notdienst und nicht dazu verpflichtet, 24 Stunden in Bereitschaft zu sein. Das ist vertraglich so geregelt.“

Spät dran und früh dabei: an der Klütstraße wird für zwei Veranstaltungen geworben. Beide im März. Allerdings 2015 und 2016.Dana (2)



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