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Neue Regeln für Hundehalter sollen Beißattacken künftig verhindern / Stadt muss kontrollieren

„Der will doch nur spielen“ – aber nicht immer

Hameln. Wer kennt das nicht? „Der will doch nur spielen“, ist eine gängige Aussage, wenn ein fremder Hund auf einen Passanten zuspringt. Doch nicht immer ist Bello so friedlich, wie sein Herrchen glauben machen will. Kann sein, dass er beißt. Und diesem Verhalten will das Land jetzt einen Riegel vorschieben – mit dem sogenannten Hundeführerschein.

veröffentlicht am 12.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 20:41 Uhr

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Beißattacken durch Vierbeiner sollen bald der Vergangenheit angehören, so das Ziel des niedersächsischen Hundegesetzes. Das Gesetz wird gleichzeitig zu mehr Tierschutz beitragen, weil künftig alle Hundehalter einen Sachkundenachweis ablegen müssen, heißt es zur Begründung. In Hameln leben 2892 Hunde.

Ab dem 1. Juli 2013 ergeben sich folgende Neuerungen für Hundehalter:

Jeder Hundehalter muss sein Tier beim Zentralen Register anmelden. Mit dem landesweiten Register soll der Hundehalter zügig ermittelt werden können – etwa bei einem Beißvorfall, wenn die Halteranfrage vor Ort nicht anders geklärt werden kann.

Die Registrierung wird durch die Kommunale Systemhaus Niedersachsen GmbH (KSN) im Auftrag des Landes Niedersachsen durchgeführt, wofür eine einmalige Gebühr erhoben wird: Online-Registrierung 14,50 Euro plus Mehrwertsteuer, telefonische oder schriftliche Anmeldung 23,50 Euro plus Mehrwertsteuer. Die Registrierung kann ab Mitte Juni erfolgen und ist im Internet unter www.hunderegister-nds.de oder telefonisch beim Hunderegister Niedersachsen unter der Nummer 0441/ 39010400 möglich.

Ausschließlich Hundehalter, die sich nach dem 1. Juli 2011 erstmals einen Hund angeschafft haben und laut Gesetz nicht anderweitig als sachkundig gelten, müssen den Nach-weis der Sachkunde über eine theoretische und praktische Prüfung erbringen. Eine Liste der derzeit anerkannten Prüfer in Niedersachsen hat das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf seiner Homepage unter www.ml.niedersachsen. de veröffentlicht. Hier finden Hundebesitzer auch eine Literaturliste, die zur Vorbereitung auf die Prüfung hilfreich sein kann.

Im Verlauf der Prüfung soll unter anderem nachgewiesen werden, dass der Halter den Hund einschätzen kann, gefährliche Situationen erkennt und in der Lage ist, etwaigen Gefahren vorzubeugen. Der Halter muss den Hund so kontrollieren, dass keine Risiken für andere Menschen und keine Belästigungen entstehen.

Die Überprüfung der Einhaltung des Hundegesetzes obliegt den Kommunen. Das Hamelner Ordnungsamt plant jedoch nicht, Hundestreifen auf die Straße zu schicken. Es werde „anlassbezogen“ kontrolliert: Beißt beispielsweise ein Hund zu, wird geklärt, ob alles mit ihm seine Ordnung hat.red



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