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Der Tag, an dem „Tina III“ ramponiert wurde

veröffentlicht am 17.01.2010 um 17:30 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (ube). Siegfried Bannasch (59) versteht die Welt nicht mehr: Am „Tag der Niedersachsen“ wurden sein Motorsportboot „Tina III“ und sein Schwimmanleger am Weserbogen durch Wellenschlag beschädigt – mutmaßlich von einem Sturmboot der britischen Armee; der angebliche Verursacher wird dafür aber wohl nicht haften müssen. „Eine totale Ungerechtigkeit ist das“, wettert der Hamelner. Denn bis heute ist er noch nicht voll entschädigt worden.
 Zwar hat die Vollkaskoversicherung des 59-Jährigen die Kosten für die Bootsreparatur und die Bergung nach Abzug der Selbstbeteiligung in Höhe von 250 Euro übernommen; für den in zwei Teile gebrochenen Steg und das in seinem Sportboot zu Bruch gegangene Geschirr wird Bannasch möglicherweise keine Entschädigung erhalten. Damit nicht genug: Die Versicherung wird den an der Misere unschuldigen Hamelner auch noch zurückstufen. Soll heißen: Der Geschädigte muss ein Jahr lang zehn Prozent mehr Kasko-Prämie bezahlen.

Die Dewezet ging der Sache nach und sprach mit dem zuständigen Sachbearbeiter bei der Schadensregulierungsstelle des Bundes in Soltau. Die Behörde ist nach dem Nato-Truppenstatut zuständig für Schäden, die von ausländischen Streitkräften verursacht worden sein sollen. Sie prüft nach deutschem Recht, ob Ansprüche bestehen oder nicht. Heinz Detmers sagte auf Anfrage: „Der Antrag des Geschädigten (Siegfried Bannasch, Anm. d. Red.) ist noch nicht entschieden.“ Er werde den Fall sehr genau prüfen. Möglicherweise lägen ihm nicht alle Unterlagen vor „Wir entscheiden nach Aktenlage. Sollte es Anhaltspunkte geben, die einen Schadenersatz rechtfertigen, werden wir regulieren“, sagte Detmers.



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