weather-image
23°

Hamelner zeigt im Fernsehen, wo der Hammer hängt

Der „Super-Heimwerker“ bleibt ganz bodenständig

Hameln. Als er vor mehr als einem Jahr den Anruf erhielt und gefragt wurde, ob er sich vorstellen könnte, als Heimwerker im Fernsehen aufzutreten, bat er sich Bedenkzeit aus. Abheben und auf Wolke sieben schweben ist sein Ding nicht, typisch „Tommo“ eben. Denn der 46-Jährige hat in seinem Leben schon so einiges erlebt und dabei auch Rückschläge hinnehmen müssen. „Nach einem Arbeitsunfall sagte der Arzt mir, dass ich wohl nicht mehr als Handwerker arbeiten könne“, erinnert sich der gebürtige Brite. Da aber genau das ein wichtiger Bestandteil seines Lebens ist, kämpfte er sich zurück, um das zu tun, was für ihn mehr als nur ein Beruf ist: Das Heimwerken. „Ich habe mich dann später im Bereich Hausmeister-Service selbstständig gemacht und dann kam irgendwann eine Fernsehproduktionsfirma auf mich zu.“

veröffentlicht am 09.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 16:41 Uhr

270_008_4400615_hm301_1011_1_.jpg

Autor:

Matthias Rohde
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Was als Pilotprojekt im Sommer 2009 in Schliekers Brunnen begann (wir berichteten), ist heute fester Bestandteil des Vorabendprogramms auf Kabel Eins. Bis Ende des Jahres wird täglich eine Folge der Serie „Die Super-Heimwerker“ ausgestrahlt. Mittlerweile sind es drei Heimwerker, die dort Tipps zum Heimwerken zeigen, aber in mehr als die Hälfte aller Folgen zeigt der Hamelner Bauherren und Hobby-Heimwerkern, wie es richtig geht. Rund 24 Minuten Sendezeit steht Tommo pro Folge zur Verfügung, um zum Beispiel den Aufbau einer kompletten Küchenzeile zu zeigen. „Da gibt es natürlich viele Pausen für das Kamerateam“, erklärt er. Wie so eine Produktion abläuft, schildert der Wahlhamelner in der Küche seines Wohnhauses bei einer Tasse Tee: „Für eine Folge sind in der Regel zwei Drehtage veranschlagt, und da die Einsatzorte in ganz Deutschland liegen, reise ich meistens schon einen Tag vorher an und einen Tag nach dem letzten Dreh wieder ab.“ Einen Ablaufplan gebe es für jede Folge, erklärt Tommo: „Allerdings werden die Bauarbeiten, die in dem Ablaufplan aufgeschrieben sind, mit mir abgestimmt.“ Er lacht und erklärt: „Manchmal ist schon das eine Herausforderung.“

Zwei Drehtage für eine Baustelle – das setze vor allem eine gute Organisation und diszipliniertes Teamwork voraus. Dennoch müssen einige Szenen mehrfach gedreht werden, weil es bei einigen Arbeiten wichtig sei, sie aus verschiedenen Perspektiven zu zeigen. „Das war für mich am Anfang natürlich ungewohnt, wenn ich zum Beispiel etwas zusammengeschraubt habe und der Kameramann plötzlich verlangte, dass ich in einer Position verharre, damit er seine Bilder machen kann.“ Während es am ersten Drehtag noch relativ entspannt zugehe – für Tommo manchmal zu entspannt, werde es am zweiten Drehtag in der Regel etwas hektischer. „Ich weise meistens schon bei der morgendlichen Besprechung des ersten Drehtages darauf hin, dass wir uns ranhalten müssen.“ Die Aufschrift auf Tommos T-Shirt ist deswegen auch eine klare augenzwinkernde Botschaft für den Zeitmangel am zweiten Drehtag: „An mir liegt’s nicht“, steht da geschrieben, und wenn es mal wieder knapp wird mit der Zeit, dann zupft er mit Daumen und Zeigefinger an seinem Hemd und hält die Botschaft in die Kamera.

Außer dem Umstand, dass Andrew Thomas wegen der bundesweiten Drehorte nur wenig Zeit zu Hause verbringt, hat sich für ihn nicht viel geändert. „Klar bedeutet der Termindruck auch Stress und zwar nicht nur für mich, sondern auch für meine Frau.“ Aber er fühle sich wohl in Hameln, seine Kinder seien zwar bereits erwachsen, wohnten aber ebenfalls hier. „Natürlich macht der Job Spaß, aber ich denke auch an die Zeit nach ‚Die Super-Heimwerker‘. Dann werde er sich wieder ganz seiner Firma widmen.

Wie es mit seiner Fernsehkarriere weitergehe, das wisse er zwar noch nicht, aber für das kommende Jahr hat Tommo bereits einen Vertrag in der Tasche, erzählt er mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Näheres dazu wolle er aber jetzt noch nicht verraten.

Dort, wo Tommo mit seinem auffälligen Bus auftaucht, sind die Kameraleute nicht weit. Er löst als „Super-Heimwerker“ im Fernsehen auch kniffligste Aufgaben.

Foto: roh



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?